«Die Ironie des Schicksals»
Zeidlers Ex-Schützling sorgt für bitteren Lausanne-Moment

Lausanne verpasst knapp den direkten Einzug in den Achtelfinal der Conference League. Ein spätes Tor von Ex-FCSG-Spieler Dereck Kutesa für AEK Athen beendet die Hoffnungen. Trainer Peter Zeidler bleibt trotzdem optimistisch für die Playoffs.
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Peter Zeidler lässt sich von den Lausanne-Fans feiern.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Peter Zeidler (63) nennt es «die Ironie des Schicksals», was am Donnerstagabend kurz vor 23 Uhr passiert. Lange sieht es danach aus, als würde sich Lausanne mit dem historischen Sieg gegen die Fiorentina direkt für den Achtelfinal der Conference League qualifizieren. Doch dann trifft Dereck Kutesa (28) tief in der Nachspielzeit für AEK Athen – und schiesst Lausanne in letzter Sekunde aus den Top 8.

Ausgerechnet Kutesa. Einer, der weiss, wie man Lausanner Partys beendet. Schon als Servette-Knipser tat er Lausanne mit spielentscheidenden Toren weh, nun erneut – fern der Romandie, in Griechenland.

Für Zeidler hat das eine persönliche Note: Er trainierte Kutesa einst in St. Gallen. «Ich habe zu ihm eine ganz besondere Beziehung. Er schaffte unter mir den Durchbruch. Und schiesst ausgerechnet jetzt ein Tor», sagt der frühere Französisch-Lehrer.

Zeidler will noch lange im Europacup bleiben

Trotz des bitteren Moments überwiegt bei Lausanne die Freude und der Stolz. Auch wenn Fiorentina am Donnerstag einen desaströsen Auftritt hinlegt, ist der Erfolg von Lausanne ziemlich hoch einzuschätzen. «Unsere Jungs haben es geschafft, und wir wollen jetzt auch länger in Europa dabei bleiben. Wir wollen doch nicht schon im Februar aufhören, auch wenn ich nicht gleich vom Finale rede», meint Zeidler.

In den Playoffs wartet entweder Zrinjski Mostar aus Bosnien-Herzegowina oder Sigma Olmütz aus Tschechien.

Zeidler gönnt sich Schluck Wein

Für Zeidler fühlt sich diese Europapokal-Saison wie eine späte Belohnung für seine Karriere an. «Europa war bisher nicht gut zu mir.» Weder mit RB Salzburg noch mit St. Gallen erreichte er eine europäische Gruppenphase. Nun schafft er es, mit Lausanne sogar zu überwintern. Zur Feier gönnte sich Zeidler nach dem Schlusspfiff eine Ausnahme. «Mein Staff war erstaunt, weil ich normalerweise keinen Alkohol trinke. Heute habe ich mir aber ein kleines Glas Wein gegönnt.»

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Waadtländern nicht. «Jetzt wartet Luzern. Ein ganz schweres Spiel. Wer Luzern gegen Basel gesehen hat, weiss, wer die bessere Mannschaft war», so Zeidler.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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