Die Hintergründe zum Wechsel des Genfers zu Sion
Moubandje wartete bis zur letzten Sekunde aufs Ausland

Es gibt schon Gründe, warum Transfers manchmal Minuten vor der Schliessung des Transferfensters abgewickelt werden. Wie im Fall François Moubandje. Die Erklärung.
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Die neue Nummer 90 des FC Sion: Barthélémy Constantin hat François Moubandje zurück in die Schweiz geholt.
Foto: FC SIon
Matthias Davet

Es ist Deadline Day. Mittwoch, 31. August. Im Martinacher Hotel Porte d’Octodure, dem administrativen Zentrum des FC Sion, herrscht Hochbetrieb. Es geht um Mario Balotelli. Die Verhandlungen mit Adana Demirspor ziehen sich schleppend dahin. Am Ende klappts. Eine Minute, bevor das Fenster zugeht.

«Balotelli ist doch ein Superstar!»

Gleichzeitig aber wird mit François Moubandje alles klargemacht. Doch auch in diesem Fall wirds Nachmittag. Als alle auf weissen Rauch im Fall Super-Mario warten, platzt das Communiqué zum Zuzug des 21-fachen Internationalen. Eigentlich ein grosser Transfer für einen Schweizer Klub. Eigentlich. An diesem Tag steht der Genfer aber total im Schatten des Italieners. «Balotelli ist doch ein Superstar! Dass er dann die Lorbeeren kriegt, stört mich nicht», sagt Moubandje.

«Im Ausland zu spielen ist magisch»

So wird der Neue für hinten links auch erst eine Woche nach dem Balo-Coup offiziell vorgestellt bei FC Sion, seiner Rückkehr-Station nach neun Auslandjahren mit den Stationen Toulouse, Dinamo Zagreb, Alanyspor und Göztepe, beide in der Türkei. «Wir haben schon in den Vorjahren versucht François zurückzuholen», sagt Sportchef Barthélémy Constantin. Geklappt hat es aber erst jetzt, mit 32. Warum? Moubandje ehrlich: «Ich sah mich nicht in die Schweiz zurückkommen. Im Ausland zu spielen ist magisch, und wenn wenn du mal dort bist, ist es schwierig in die Heimat zurückzukehren. Und auch in diesem Fall wollte ich sichergehen, dass nicht doch noch eine Offerte aus dem Ausland kommt.» Was der Grund ist, weshalb der Linksverteidiger erst in letzter Minute unterschrieb.

Ausgerechnet zum Erzrivalen seines Herzklubs

Allerdings: Zu Sion, dem Erzrivalen «seines» FC Servette, wo er in vier Jahren 81 Spiele gemacht hat und sagt, den Klub zu lieben.

Seit dem 1. Mai hat er keine Partie bestritten, sich im Sommer mit seinem Physio fitgehalten. Weshalb es gegen Basel nicht reichen konnte. Vielleicht nun, beim Gastspiel bei Leader St. Gallen. Denn Moubandje will spielen. Das (Fern-)Ziel Katar hat er nicht aufgegeben, auch wenn sein letztes Länderspiel (das unsägliche 0:1 gegen Katar) vom Dezember 2018 datiert. «Wenn du dieses Dress mal übergestreift hast, bleibt das im Hinterkopf.»

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1
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2
FC St. Gallen
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38
25
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3
FC Lugano
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38
17
67
4
FC Sion
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38
23
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5
FC Basel
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38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
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Mannschaft
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TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
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38
8
53
3
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-14
42
4
FC Zürich
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-23
38
5
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