Gibt Lustrinelli den Meisterhelden die ganze Woche frei?
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So kam es dazu:Gibt Lustrinelli den Meisterhelden die ganze Woche frei?

Der Thun-Trainer über Titel, Party und den Druck auf der Zielgeraden
Herr Lustrinelli, hat das Team jetzt frei bis zum nächsten Match?

Die Spannung fällt ab, Mauro Lustrinelli hat den Titel mit Thun doch noch ins Trockene gebracht. Der Trainer offenbart, wie gross der Druck wurde.
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Ist es der Champagner oder sind es Tränen? Mauro Lustrinelli feiert den Titel.
Foto: keystone-sda.ch
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

1898 wurde der FC Thun gegründet. 46'754 Tage hat es bis zum ersten Titel gedauert. Mauro Lustrinelli (50) ist als Baumeister des Erfolgs so stolz, dass er noch im Stadion für Blick zum Sieger-Interview erscheint. Bis diese von einer Klub-Legende gecrasht wird. Die Party in der Stadt kann nicht warten.

Blick: Man wusste nicht genau, wie emotional ein Sofameister-Titel wird. Nun hat man die Antwort, oder?
Ich konnte es mir auch nicht vorstellen. Es war besonders, emotional. Ich arbeite täglich mit fantastischen Menschen zusammen. Die Mentalität ist fantastisch, sie wollen wirklich jeden Tag besser werden. Als ich am Morgen die Mannschaft gesehen habe, war sie enttäuscht. Umso schöner ist es, dass es jetzt geklappt hat. 

Hier tanzt Lustrinelli im Champagner-Regen
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Inklusive Champagner-Regen:So ausgelassen feierte Thun den Titel in der Stockhorn-Arena

Als Trainer hat man viel Druck, man muss jeden Tag bereit sein und auch in den Trainings immer viel Energie einbringen. Da ist viel Spannung dabei. Fällt nun die ganze Spannung ab?
Das ist so. Auch weil wir in der Region eine unglaubliche Begeisterung entfacht haben. Viele Leute wollten schon seit Wochen feiern. Wir haben diese Erwartung gespürt und auch die Verantwortung. Wir wollten sie unbedingt belohnen, wussten aber nicht, wann wir es tun können. Das war schwierig, denn die Gegner sind auch stark. Was wir gemacht haben, war nicht einfach. Das gibt der Geschichte nur noch eine grössere Wichtigkeit. Unsere Mannschaft wurde nicht aufgebaut, um Meister zu werden. Und trotzdem konnten wir etwas so Sensationelles schaffen.

Ist ein Drehbuch im Nachhinein noch schöner, wenn am Schluss nicht alles perfekt aufgeht? Denn der perfekte Moment für den Titel wäre der Samstag vor einer Woche gewesen.
Es im perfekten Moment zu erreichen, ist fast unmöglich. Für mich ist es aber umso schöner, weil es zeigt, dass es kein Selbstläufer geworden ist. Man hat am Samstag die Qualität gesehen, die Basel auf den Platz bringen kann. Am Sonntag, was Sion geleistet hat. Und auch die Saison von St. Gallen. Sie haben 15 Punkte mehr als letztes Jahr. Lugano auch fast. Unsere Konkurrenten haben es wahnsinnig gut gemacht. Trotzdem konnten wir das schaffen.

«Mauro, Mauro!», schreit jemand aus der Ferne. Es ist Klub-Legende Nelson Ferreira (43), der das Interview crasht. Er will die Party mit dem Trainer und langjährigen Weggefährten beginnen lassen. Zusammen erlebten die beiden vor fast 21 Jahren schon das Champions-League-Märchen – damals noch als Spieler. «Mauro!», schreit Ferreira nochmals. 

Noch eine letzte Frage: Sie haben mit der Mannschaft geschrien, dass nun von Montag bis Freitag frei ist. Stimmt das?
Es geht in diese Richtung. Nicht ganz so extrem, aber die Spieler werden nun ein bisschen Zeit zusammen verbringen. Das haben sie verdient. (Lustrinelli zwinkert mit den Augen)

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Mittlerweile feiern die Thuner Fans den ersten Meistertitel der Geschichte in der Innenstadt.
Foto: keystone-sda.ch
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Mannschaft
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TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
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35
14
63
4
FC Sion
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35
21
58
5
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35
6
56
6
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35
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35
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Grasshopper Club Zürich
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