Das Zürcher Kellerduell
Winti fordert Zürich mit acht ehemaligen FCZ-Spielern

Meister gegen Aufsteiger, aber auch Letzter gegen Vorletzter. Das Derby zwischen dem tief gefallenen FCZ und Winterthur hats in sich. Auch, weil beim Underdog viel FCZ-Vergangenheit mitspielt.
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Winti-Trainer Bruno Berner: Der Aufsteiger geht mit breiter Brust ins Kellerduell gegen den FCZ.
Foto: keystone-sda.ch
Matthias Dubach

Sieglos in der Super League. Sieglos in der Europa-League-Gruppenphase. Cup-Out. Auf Trainersuche. Es wirkt surreal, dass der FCZ erst noch im Mai im ausverkauften Letzigrund mit dem Meisterpokal jubelte.

Seither gabs in 20 Pflichtspielen nur fünf Siege. Jetzt kommt Aufsteiger Winterthur zum Meister. Vorletzter gegen Letzter. Aber Katzenjammer herrscht nur bei Krisen-Klub FCZ: Denn Winti kommt im Flow nach dem ersten Dreier gegen Sion. Zürich hingegen erlebt am Donnerstag sein 1:5-Debakel gegen PSV Eindhoven.

FCW-Trainer Bruno Berner (44) sagt: «Der FCZ hat ein Heimspiel und wird den Eindruck vom Donnerstag sofort korrigieren wollen. Sie werden alles machen, um unten rauszukommen.»

FCZ musste Eindhoven-Debakel verdauen

Doch zuerst kam es beim Meister zur grossen Aussprache. FCZ-Interimstrainer Genesio Colatrella (50) sagte nach der Europa-League-Schmach: «Nach diesem Spiel können wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Das müssen wir zuerst verarbeiten. Wir alle müssen uns in die Augen schauen und uns schonungslos die Meinung sagen. Am Sonntag braucht es zwingend eine Reaktion.»

Das Kellerduell zwischen den beiden Zürcher Klubs wird zum grossen Klassentreffen. Gleich acht Winterthurer haben eine Vergangenheit beim FCZ. Neben Trainer Berner, der seine Laufbahn als Coach im FCZ-Nachwuchs startete, sinds diese sieben Spieler: Tobias Schättin (25), Hekuran Kryeziu (29), Francisco Rodriguez (27), Matteo Di Giusto (22), Stephan Seiler (22), Nishan Burkart (22) und Roy Gelmi (27).

Zumindest die Ex-FCZler, die keinen Vertrag mehr kriegten wie Schättin, Kryeziu und Di Giusto oder wie Seiler, der Meister wurde, bei Franco Foda nicht zum Zug kam und ausgeliehen wurde, möchten liebend gerne zeigen, was sie draufhaben.

FCZ muss, Winti darf gewinnen

Burkart (zu ManUnited) und Gelmi (zu St. Gallen) hatten Zürich schon früh als Teenager verlassen. Rodriguez ging zu Wolfsburg. Schafft Winti mit seinen vielen Ex-Zürchern den nächsten Coup ausgerechnet beim grossen Bruder in Zürich?

Der Druck ist ganz beim FCZ. Gegen wen, wenn nicht im Heimspiel gegen den Aufsteiger, will Schlusslicht Zürich sonst den ersten Saisonsieg holen? Goalie Yanick Brecher sagt klipp und klar: «Wir wissen alle, was der Sonntag bedeutet. Alles andere als ein Sieg ist ein weiterer Rückschlag.»

Berner seinerseits betont zwar, dass der erste Sieg beim Underdog nichts an der Herangehensweise verändert hat. Aber der Winti-Coach sagt auch: «Der Druck ist sicher ein Stück höher beim FCZ als bei uns. Wir haben sie mit dem Sieg in Sion noch mehr unter Druck gesetzt.»

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
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