Ist die FCZ-Klatsche verdaut?
Seoane: «Wir richten unser Offensivspiel auf Essende aus»

Nach dem Rückschlag ist vor dem Spiel in Luzern. YB will sich in der Heimat von Trainer Gerardo Seoane nach dem 3:5 gegen den FCZ in Luzern schadlos halten. Dazu wären weitere Tore von Überstürmer Samuel Esende hilfreich, den der Coach über den Klee lobt. Hier kommt das YB-Inside.
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YB-Coach Gerardo Seoane hat es in seiner Luzerner Heimat auf den FCL abgesehen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • YB ist in Luzern zum Siegen verdammt, soll der Rückstand auf Lugano nicht weiter anwachsen
  • Trainer Gerardo Seoane hat die Spieler in die Aufarbeitung miteinbezogen
  • YB-Metronom Edimilson Fernandes fehlt YB nach der unberechtigten Roten Karte ein zweites und letztes Mal
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Alain KunzReporter Fussball

Die News der Woche

Es ist die Woche der Aufarbeitung, die Woche nach dem Spycher-Schock und nach dem 3:5-Rückschlag gegen den FCZ aus heiterem Himmel. Am Donnerstag, 29. Oktober, verkündet Chief Sports Christoph Spycher, sein Amt in rund einem Jahr niederzulegen. Und drei Tage später kassiert ein defensiv unterirdisches YB eine sang- und klanglose Heimniederlage. Logisch, gab es in dieser Woche sehr viel zu besprechen. Trainer Gerardo Seoane zeigt auf, dass die Spieler in die Aufarbeitung miteinbezogen werden: «Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Staff und Spielern, Antworten zu finden. Wir wollen von ihnen wissen, wie sie das Spiel auf dem Platz wahrgenommen haben. (…) Wir führen immer viele Einzelgespräche.» Doch am Samstag ist fertig parliert. Dann zählt nur noch eines: auf dem Platz.

Die grosse Frage

Kann sich YB für die 3:5-Klatsche in Zürich rehabilitieren? Zu Hause hat der FCL dreimal gewonnen, zweimel verloren und einmal Unentschieden gespielt. Das erste Saisonspiel in Bern endete 3:3. Die beiden letzten Spiele in der Thermoplan-Arena gingen an die Young Boys. Der FCL ist diese Saison generell eine Ausgeburt an Unsteitigkeit. Die Abfolge der Spielergebnisse liest sich wie folgt: N-N-U-S-S-U-S-U-N-S-N-S-N-U (Niederlage, Unentschieden, Sieg). Ist da ein Muster erkennbar? Eben. Bei YB hingegen ist eines auszumachen: Auswärts sind die Berner ungeschlagen.

Gesagt ist gesagt

Nochmals Trainer Gerardo Seoane auf der YB-Website. Diesmal zu Samuel Essende und seinen surreal anmutenden 14 Saisontoren; neun allein in den letzten sechs Spielen: «Seine Qualitäten im Sechzehner sind überragend. Wir richten unser Offensivspiel auf ihn aus und versuchen, ihn möglichst oft zu lancieren, weil er eben diese Wucht, Dominanz und Verdrängung vor dem gegnerischen Tor hat. Seine Stärken sind für uns Gold wert.»

Die Blick-Prognose

Kann man da einen Joker nehmen? Nach der FCZ-Schlappe scheint bei YB alles möglich. Selbst zum ersten Mal in dieser Spielzeit nicht zwei Tore zu erzielen. Und dann wirds in Anbetracht der Wackligkeit der Defensive ganz, ganz schwierig. Wenn man aber nicht davon ausgeht, dass die Offensivmaschinerie zum Komplett-Stillstand kommt und weiter so performt wie bisher, dann müssen die Innerschweizer mindestens zwei Tore machen, um etwas Zählbares zu holen. Und das ist ihnen in den letzten vier Spielen nicht gelungen. Deshalb der Tipp, der einzig auf diesen Fakten basiert: YB holt sich den Dreier.

Mögliche Aufstellung

Keller; Blum, Jenz, Zesiger, Schmidt; Lauper, Gigovic; Fassnacht, Sanches, Virginius; Essende.

Wer fehlt?

Edimilson Fernandes ist zum zweiten und letzten Mal nach seiner unberechtigten Roten Karte aus dem St.-Gallen-Spiel gesperrt. Benito, Andrews und Kabeya sind zudem verletzt.

Die Klassenbesten

Der Blick-Notenschnitt nach 12 Runden:

  1. Guirassy 5,0
  2. Essende 4,8
  3. Sène 4,7
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Der Schiedsrichter

Luca Cibelli leitet die Partie. VAR in Volketswil ist Johannes von Mandach.

Der Gegner

Nur ein Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen zeigt die Probleme vom FC Luzern. Besonders beim Tore schiessen läuft es den Innerschweizern nicht. Aus den letzten vier Ligaspielen resultierten nur drei Tore – wobei eines davon noch ein Eigentor war. So könnte es schwierig werden gegen YB. Hier gehts zum Luzern-Inside.

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13.

Runde

  • Sa., Luzern – YB, 18.00 Uhr
  • Sa., Vaduz – Sion, 18.00 Uhr
  • Sa., GC – Lausanne, 20.30 Uhr
  • So., St. Gallen – Lugano, 14.00 Uhr
  • So., Servette – Zürich, 16.30 Uhr
  • So., Thun – Basel, 16.30 Uhr
Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
12
26
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
12
15
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC Zürich
FC Zürich
12
-1
20
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
12
-4
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Thun
FC Thun
12
-10
13
10
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
12
-11
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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