Darum gehts
- Spycher hört 2027 operativ auf, bleibt aber im VR.
- Er hilft bei Nachfolge und Ajax-ähnlicher Struktur
- Seoane kehrt zurück; Fernandes fehlt gegen den FCZ
Die News der Woche
Da ist der in die Spitzensportler-RS einrückende Alvyn Sanches, der sagt, es gebe Schlimmeres. Da ist der Ärger über die zwei Spielsperren gegen Edimilson Fernandes, die vom Rekursrichter bestätigt werden. Doch am Donnerstag kommt es zum ganz grossen Beben in Bern (das Blick schon am Vortag angekündigt hatte): Chief Sports Christoph Spycher gibt die operative sportliche Leitung bei YB ab. Nicht weil er als Sportvorstand zu Eintracht Frankfurt wechselt – mit seinem Herzensklub aus der Bundesliga hatte er ernsthaft verhandelt. Doch das war schon am Mittwoch vom Tisch. Sondern um den September 2027 herum. Weil er ein Timeout braucht. Zu diesem Zeitpunkt wird er den stressigen Job des Sportverantwortlichen bei den Bernern elf Jahre gemacht haben.
Die grosse Frage
Wer folgt auf Christoph Spycher? Um da schon eine seriöse Antwort zu haben, ist es natürlich viel zu früh. Aber erste Gespräche sind geführt worden. So soll der Technische Direktor Mathieu Beda dabei eine zentrale Rolle einnehmen, ohne dass dies näher spezifiziert worden sei. Fakt ist, dass Spycher der wichtigste Mann auf der Suche nach seinem Nachfolger ist. Das tönt dann so: «Am Ende entscheidet der Verwaltungsrat unter der Leitung von Präsident Marcel Brülhart. Ich habe gesagt, dass ich gerne bereit bin, meine Expertise zur Verfügung zu stellen.» Spycher bleibt ja im Verwaltungsrat, der den neuen Mann absegnen muss. «Ich werde auch dabei sein und meine Meinung kundtun. Es wird, wie vieles bei YB, ein Teamentscheid sein», sagt «Wuschu».
Gesagt ist gesagt
«Der Wunsch von Jöggi Rihs ist, dass wir bei YB eine ähnliche Struktur schaffen wie Ajax Amsterdam.» Das hat YB-Präsident Marcel Brülhart in der «Berner Zeitung» gesagt. Am Ursprung dieser Aussage steht eine öffentliche Aussage von Anfang Jahr, in welcher Brülhart bereits angedeutet hatte, dass der Klub laut Besitzer und Verwaltungsrat unverkäuflich werden soll. Das soll dadurch geschehen, dass die Aktienmehrheit in eine Stiftung überführt werden soll. Bei Ajax hält die Mitgliedervereinigung 73 Prozent der Aktien. Es ist des Weiteren festgeschrieben, dass diese nicht veräussert werden dürfen.
Die Blick-Prognose
Sorry, liebe Zürcher. Aber ihr seid das nächste Team, das der geballten Offensivpower der Berner nicht gewachsen sein wird. Euer Sieg letzte Woche gegen Luzern kam ja schon ein bisschen zufällig zustande. YB ist eine andere Hausnummer, vor allem zu Hause. Dort haben die Berner in sechs Spielen 19 Tore gemacht. Einzig St. Gallen kassierte weniger als drei Tore.
Mögliche Aufstellung
Keller; Blum, Jenz, Zesiger, Schmidt; Gigovic, Pech; Fassnacht, Sanches, Guirassy; Essende.
Wer fehlt?
Edimilson Fernandes ist gesperrt. Der Rekursrichter hat die Einsprache der Berner gegen die zwei Spielsperren gegen den Walliser für etwas, das er nie getan hat, abgewiesen. Fernandes hat eine Rote Karte für ein grobes Foulspiel erhalten, das er gar nie begangen hat. Auch dass der Fussballverband den Platzverweis als falsch erachtete, hat den Rekursrichter nicht dazu bewogen, die Sperre um eine Einheit zu reduzieren. Rein reglementarisch hatte er gar keine andere Handhabe. Die erste Sperre ist automatisch, weil eine Rote Karte ein Tatsachenentscheid ist. Die zweite ist auch im Reglement vorgesehen, weil Fernandes ein Wiederholungstäter ist. Die Vorinstanz hatte bereits darauf verzichtet, das Standardstrafmass für grobes Foulspiel anzuwenden, das zwei Sperren vorsieht. Da hatte sie Spielraum, selbst wenn die Anzahl Sperren auch im Reglement steht. Denn von der Beurteilung der Schwere des Vergehens, die im Schiri-Rapport steht, kann sie abweichen. Alles klar?
Weiter fehlen die verletzten Andrews, Benito und Kabeya.
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach elf Runden:
- Essende 4,8
- Imeri 4,7
- Sanches 4,6
Der Schiedsrichter
Urs Schnyder pfeift die Partie im Wankdorf. Als VAR unterstützt ihn Michèle Schmölzer aus Volketswil.
Der Gegner
Philippe Kény ist der Zürcher Trumpf: Er traf zuletzt in vier Ligaspielen in Folge, der FCZ ist seit fünf Ligaspielen ungeschlagen – und steht plötzlich an vierter Stelle der Tabelle. Hier gehts zum FCZ-Inside.
Runde
- Sa., GC – Vaduz, 18.00 Uhr
- Sa., St. Gallen – Servette, 18.00 Uhr
- Sa., Luzern – Sion, 20.30 Uhr
- So., YB – FCZ, 14.00 Uhr
- So., Lausanne – Thun, 16.30 Uhr
- So., Lugano – Basel, 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |