Morandi-Tor überrascht sogar Schällibaum
3:26
YB – GC 0:1:Morandi-Tor überrascht sogar Schällibaum

«Das tut weh»
YB ausgepfiffen und zurück in der Krise

Meister YB kommt einfach nicht aus dem Tabellenkeller. Nach der 0:1-Heimpleite gegen GC wartet nun ein noch viel grösseres Kaliber auf die kriselnden Berner.
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Auch im vierten Heimspiel der Saison klappt es nicht mit einem YB-Sieg.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
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Lucas WerderReporter Fussball

Pfiffe im Wankdorf? Jahrelang undenkbar. Doch nach dem 0:1 gegen GC hält sich das Berner Publikum nicht zurück, seinen Unmut über den miserablen Saisonstart kundzutun. «Das tut natürlich weh», sagt YB-Trainer Patrick Rahmen (55) zum Pfeifkonzert. «Aber ich kann die Leute verstehen. Wir müssen mehr machen, wenn der Funke auf die Fans überspringen soll.»

Doch davon ist der kriselnde Meister vor allem in der ersten Halbzeit weit entfernt. Schon nach vier Minuten liegen die Berner mit 0:1 hinten, eine Reaktion auf den frühen Rückstand bleibt aus. Bis zu Pause ist YB ohne einen einzigen Abschluss aufs gegnerische Tor. «Die erste Halbzeit war überhaupt nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe», sagt Rahmen. «Da gibt es Redebedarf!»

Schon am Sonntag wieder Letzter?

Zwar steigert sich YB nach der Pause, richtig zwingen sind die Berner aber nur selten. «Wir haben zu wenige klare Chancen herausgespielt und zu viele Bälle einfach verloren», analysiert Captain Loris Benito (32). Nur eine Woche nach dem ersten Saisonsieg gegen Winterthur (4:1) sei die 0:1-Pleite eine «grosse Ernüchterung».

Und diese könnte schon am Sonntag noch einmal grösser werden. Nach acht Spielen haben die Berner weiter nur sechs Punkte auf dem Konto. Yverdon und GC sind bereits vorbeigezogen. Sollte auch Winterthur überraschend in Lugano gewinnen, würde YB wieder auf den letzten Tabellenplatz abrutschen.

«Fokus lag auf GC-Spiel»

Ausgerechnet vor dem Champions-League-Duell gegen den grossen FC Barcelona ist YB zurück im Krisenmodus. Dass einige Spieler gedanklich bereits beim Saison-Highlight gewesen sein könnten, schliesst Loris Benito aber aus. «Das war nicht in unseren Köpfen. Unser Fokus lag ganz auf dem GC-Spiel», so der Verteidiger.

«Wieder eine grosse Ernüchterung»
2:06
Benito nach Niederlage:«Wieder eine grosse Ernüchterung»

Drei Tage bleiben Trainer Rahmen nun, um seine Mannschaft auf das Duell gegen den spanischen Tabellenführer einzustellen. «Das wird extrem schwierig. Da kommt sehr viel Qualität auf uns zu», ist er sich bewusst. Immerhin müssen die Berner keine Angst vor einem erneuten Pfeifkonzert haben. Sollte es am Dienstag im Olympiastadion zu Pfiffen kommen, würde das für einen deutlich besseren YB-Auftritt als gegen GC sprechen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
1:2
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
10
FC Zürich
FC Zürich
2:1
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
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