Das Spiel der letzten Chance?
Für Croci-Torti geht es gegen den FCB um seinen Job

Die Bianconeri erleben ihre schwerste Zeit seit der Übernahme durch Investor Joe Mansueto. Transferprobleme und Verletzungen erschweren die Situation. Croci-Tortis Zukunft könnte vom Spiel gegen Basel abhängen.
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Rund um Mattia Croci-Torti gibt es grosse Fragezeichen.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Luganos sportliche Talfahrt kennt kein Ende. Man könnte an dieser Stelle reihenweise Statistiken aufzeigen, um die Krise nachzuerzählen. Wir beschränken uns auf eine: vier Niederlagen in Serie mit einem Torverhältnis von 1:12. Die Bianconeri sind seit einer geraumen Zeit k. o. Doch die Gegner schlagen munter drauf ein. Nach dem Motto, wer hat noch nicht, wer will noch mal. Als nächstes der FCB?

Um wieder aufzustehen, sind von der Klubführung drastische Massnahmen gefordert. Zum ersten Mal seit Investor Joe Mansueto vor vier Jahren das Ruder übernommen hat, sehen sich die Tessiner mit einer derartigen Krise konfrontiert. Nun wird der gesamte Apparat auf Herz und Nieren geprüft. Schliesslich lief bisher alles wie geschmiert.

Grosser Frust beim Erfolgstrainer

Auch für Trainer Mattia Croci-Torti (43) ist es die schwierigste Zeit als Lugano-Trainer. Der sympathische und stets für einen guten Spruch bekannte Tessiner steckt in Not. Als er nach der 0:5-Klatsche gegen Celje zu den Medien sprach, war ihm der ganze Frust anzusehen. Sein Blick war leer. Es geht ihm nahe, dass er bisher noch nicht das Heilmittel gefunden hat, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.

Längst ist Croci-Torti bewusst, was auf dem Spiel steht und dass es nach diesem derart desaströsen Saisonstart so nicht weitergehen kann. Noch ist er der Mister bei den Bianconeri. Und es ist davon auszugehen, dass er am Sonntag gegen Basel auf der Bank sitzen wird.

Ob es für Croci-Torti aber das Spiel der letzten Chance sein wird? Man munkelt es. Einen möglichen Rausschmiss des dienstältesten Trainers der Super League werden sich die Klubverantwortlichen allerdings gut überlegen müssen. Schliesslich sind die Gründe für die Krise weit tiefgehender. Und haben in erster Linie nicht einmal mit dem Trainer als solchem zu tun.

Transferstrategie geht nicht auf

Der Hauptgrund ist, dass Croci-Torti viele Spieler fehlen. Einerseits hat er einige Verletzte. Andererseits hat ihm der Klub auf dem Transfermarkt bislang eher geschadet als geholfen. Viele Spieler wollen weg, sind aber noch da. Das macht das Einleben für die Neuen auch nicht einfacher. Und abgesehen von den Routiniers Kevin Behrens (34) und Ezgjan Alioski (33) oder dem verletzten Hoffnungsträger Ahmed Kendouci (26) ist die Qualität der Neuzugänge überschaubar bzw. sind sie keine sofortige Verstärkung.

In dieser Hinsicht ist Croci-Torti in diesem Sommer im Stich gelassen worden. Dass die sportliche Talfahrt, die im letzten Winter begonnen hat, sich nun im Sommer nahtlos fortsetzt, ist fast schon die logische Schlussfolgerung.

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TD
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1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
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3
FC Lugano
FC Lugano
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13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
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34
-53
19
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