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Das meint Blick zum GC-Trainer
Djuricin war bei Rapid nie beliebt

Spuck-Attacke und Stinkefinger: Der neue GC-Trainer Goran Djuricin erlebte bei Rapid Wien eine turbulente Zeit. Deshalb war er dort nie beliebt, meint «Österreich»-Reporter Wolfgang Ruiner in einem Gastkommentar.
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Wolfgang Ruiner, Sportchef der Tageszeitung «Österreicher».
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Wolfgang Ruiner

Als Österreicher sollte man seine Landsleute ja nicht kritisieren. Aber schon bei Rapid Wien hatte ich den Eindruck, dass «Gogo» Djuricin als Trainer einer grossen Mannschaft ein bisschen überfordert ist. Er war damals ja nach der Entlassung von Damir Canadi vom Co- zum Chef-Trainer befördert worden. Das hat mich gewundert, denn die beiden galten als Freunde. «Gogo» war danach bei Rapid nie wirklich beliebt. Und das hat nicht nur mit seiner Vergangenheit bei Erzrivale Austria Wien zu tun.

Djuricin nimmt’s mit der Wahrheit nicht immer ganz so genau. Im September 2018 zeigte er den Rapid-Fan, die lautstark «Gogo raus!» gerufen hatten, nach einem 4:3-Sieg im Cup gegen Mattersburg den Mittelfinger. Zumindest TV-Bilder deuteten darauf hin. «Gogo» sagte zu seiner Entschuldigung, er hätte sich nur am Kopf gekratzt. Mit dem Mittelfinger...

Die Spuck-Attacke auf Admiras Goalie-Trainer, die europaweit für Schlagzeilen sorgte, hat er immer abgestritten. Und das Ganze mit seinen serbisch-kroatischen Wurzeln erklärt. In diesem Kulturkreis sei ein angedeuteter Spucker üblich, wenn man sich vom Gegenüber respektlos behandelt fühle.

In die Nesseln gesetzt hat sich «Gogo» auch mal mit dem Spruch: «Unsere Stürmer sind gut – aber sie treffen nur nicht». Wie ich von meinen Schweizer Freunden gehört habe, könnte er diesen Spruch bei GC auch bald wieder benützen.

Wolfgang Ruiner (64) ist Sportchef der Tageszeitung «Österreich».

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