Das meint BLICK zum Ausstieg bei GC
Danke, Herr Spross!

Die Familie Spross hat GC jahrzehntelang am Leben gehalten – was jetzt, beim Ausstieg von Heinz Spross als Aktionär, wohl zu wenig gewürdigt wird. Ein Kommentar von BLICK-Sportchef Felix Bingesser.
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BLICK-Sportchef Felix Bingesser.
Foto: Shane Wilkinson

Es gab und gibt ganz grosse Figuren und Mäzene im Schweizer Fussball der letzten Jahrzehnte. Patrons der alten Schule. Gilbert Facchinetti, Sven Hotz oder Gigi Oeri sind Namen dazu.

Und ganz sicher die Familie Spross. Sie war während Jahrzehnten die Seele, das Gewissen und irgendwie auch das Herz von Rekordmeister GC. Heinz Spross soll seinem Onkel Werner H. Spross, dem einstigen Gärtner der Nation, gar am Totenbett versprochen haben, GC nie im Stich zu lassen. «Das ist eine Legende», hat Heinz Spross in einem Interview mit SonntagsBlick einst gesagt.

Keine Legende ist, dass Spross nun als einer von drei GC-Besitzern aussteigt. Es sind Dutzende von Millionen Franken, die sein Onkel und er in GC investiert haben. Zuletzt schon fast systematisch erfolglos. GC kommt sportlich nicht vom Fleck und ist seit Jahren ein Fass ohne Boden.

Ob Spross die klubinternen Grabenkämpfe zermürbt haben oder ob er es einfach leid ist, die erfolglose Führung mit weiteren Millionenzahlungen zu alimentieren, bleibt Spekulation. Die Gründe sind wohl vielfältig. 

Egal, wie es weitergeht: Die Familie Spross hat viel für einen der traditionsreichsten Schweizer Fussballklubs getan und GC während Jahrzehnten am Leben gehalten. Der Rückzug erfolgt nun unter tristen Umständen. Und Danke sagen wird kaum jemand. Obwohl es mehr als angebracht wäre.

Wie weiter? Steht GC tatsächlich kurz vor dem Konkurs? Diese Frage können nur die verbliebenen Besitzer Stephan Anliker und Peter Stüber beantworten. Vor allem Stüber mit einem geschätzten Vermögen von 700 bis 800 Millionen hat die Mittel, um das zu verhindern. Ob er aber Lust hat, GC mit weiteren Millionenbeträgen ins neue Stadion zu retten, ist offen.

Klar ist hingegen: Mit dem Rückzug von Spross endet auch der Einfluss von Erich Vogel. Das werden die verbliebenen Besitzer mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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