Die News der Woche
Es hätte auch einen einfacheren Start gegeben. Zum Auftakt in seine Zeit als GC‑Trainer trifft Olaf Janssen (60) auf YB. «Das ist ein echtes Brett!», weiss auch der Deutsche.
Zum gegnerischen Trainer hat Janssen eine spezielle Verbindung. Denn der Deutsche spielte einst mit Gerardo Seoane (47) zusammen. Zum Ende seiner Spielerkarriere wechselte der damalige Mittelfeldspieler zu Bellinzona und traf dort auf einen jungen Seoane. «Der Spieler, der damals neben mir gesessen hat, war Gerardo Seoane», erzählt er an seiner Vorstellungs-Pressekonferenz. «So habe ich wahrscheinlich ein paar Insider-Tipps», witzelt der Deutsche.
Gratuliert zu seinem neuen Job habe ihm Seoane nicht. Aber er freue sich sehr, ihn zu sehen, so Janssen.
Die grosse Frage
Was wird sich bei GC nach dem Trainerwechsel ändern? Der intensive Pressingfussball von Peter Zeidler (64) funktionierte nur bedingt. Gegen den Ball fordert Janssen ein kompaktes Team. «Gegen den Ball will ich maximale Kompaktheit sehen.»
Ansonsten will der Deutsche aber vor allem den Ball in den eigenen Reihen haben. «Mich als Trainer treibt es an, was wir als Kinder schon wollten: Wir wollen den Ball haben und ihm nicht hinterherrennen. So kann der Gegner auch kein Tor schiessen. Auch wenn der Gegner hoch presst, will ich, dass meine Mannschaft eine Lösung findet.»
Gegen YB dürfte dies erstmal schwer werden. Den Fokus müssen die Hoppers auf die Defensivarbeit legen. Die Offensiv-Maschine der Berner hat bereits 31 Tore geschossen – Liga-Bestwert.
Gesagt ist gesagt
«Im Moment bin ich noch alleine hier und lebe im Hotel. Die Betreuung ist sehr gut. Wir sind dabei, eine Wohnung zu finden. Meine lieben Menschen um mich rum werden das eine oder andere Mal in Zürich vorbeischauen», so Janssen über seine aktuelle Wohnsituation in Zürich.
Die Blick-Prognose
Ein Sieg beim Debüt von Janssen wird zur Herkules-Aufgabe. Denn wenn die YB-Offensive einmal ins Laufen kommt, droht GC Ungemach. Die Hoppers brillieren nicht gerade in der Defensive, zuletzt schenkte Luzern dem Rekordmeister fünf Dinger ein. Dafür sind die Berner hinten anfällig. Es darf ein torreiches Spiel erwartet werden.
Mögliche Aufstellung
Hübel; Stroscio, Pllana, Bettkober, Rissi; Abrashi, Guibelalde, Clemente; Bengondo, Muci, Krasniqi.
Wer fehlt?
Creti, Diaby, Meyer (verletzt), Plange (krank).
Die Klassenbesten
Der Blick-Notenschnitt nach 9 Runden:
- Krasniqi 4,2
- Guibelalde 4,2
- Abrashi 4,0
Der Schiedsrichter
Sven Wolfensberger leitet die Partie. VAR ist Sandro Schärer.
Der Gegner
Tormaschine YB will auch GC die Bude vollschiessen. Dafür soll die Defensive nach der XXL-Natipause an Stabilität gewinnen. Hier gibts das Inside der Berner.
Runde
- Sa., Lugano – Luzern, 18.00 Uhr
- Sa., Servette – Sion, 18.00 Uhr
- Sa., FCZ – Thun, 18.00 Uhr
- So., GC – YB 14.00 Uhr
- So., St. Gallen – Lausanne 16.30 Uhr
- So., Vaduz – Basel 16.30 Uhr
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |