Die Schlüsselszene
Hätte Becir Omeragic in der zweiten Minute mit seinem wunderbaren Distanzschuss ein paar Zentimeter tiefer gezielt, der Ball wäre im Tor und nicht am Querbalken gelandet. Und das Spiel hätte eine ganz andere Richtung nehmen können. So aber bleibt der FCB seit Anfang August ohne Heimsieg und wird von den 23’000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Pfiffen in die Katakomben verabschiedet.
Das Spiel
Knapp über zwei Minuten sind gespielt, da bleibt den FCB-Fans der Jubel im Hals stecken. Ein Schuss von Becir Omeragic klatscht nur an die Latte. GC hat in den Startminuten Mühe mit dem Tempo der Basler und braucht knapp 15 Minuten, bis die Zürcher auch in der Partie angekommen sind. GC-Flügel Oscar Clemente scheitert mit seinem Schlenzer an Goalie Jonas Omlin. Auch die Ecke ist brandgefährlich, doch Omlin ist auch beim Kopfball von Young-jun Lee zur Stelle. Basel zeigt eine Reaktion drückt vor der Pause auf die Führung, doch ein Torerfolg will nicht gelingen.
Der FCB nimmt auch nach dem Seitenwechsel die Zügel in die Hand, doch GC verteidigt im Kollektiv und lässt wenig zu. Dann der Schreck: GC-Goalie Marvin Hübel verletzt sich und muss durch Justin Hammel ersetzt werden. Doch weil auch der Ersatzmann auf seinem Posten ist und ebenfalls Alu-Glück hat, bleibts beim torlosen 0:0.
Die Tore
Fehlanzeige!
Der Beste
Samuel Krasniqi. Nimmt mit dem Ball am Fuss ein unfassbares Tempo auf und sorgt für ordentlich Rabatz. Was noch fehlt: die Präzision im Abschluss.
Der Schlechteste
Flavius Daniliuc. Steht vorallem in der ersten Halbzeit komplett neben den Schuhen, fängt sich dann aber.
Das gab zu reden
Die Muttenzerkurve macht mobil gegen den zukünftigen Managing Director und Chief Communications & Club Media Officer Andreas Böni. Der war zuletzt Chefredaktor bei Blue Sport und arbeitete zuvor jahrelang für den Blick. «Ein Brandstifter als Feuerlöscher. Verzweifelt, wer einen Böni einstellen muss», steht auf dem Transparent.
Die Schiris
Dass Sandro Schärer der beste Schiedsrichter der Schweiz ist, steht ausser Frage. Hätte er gestern im Wankdorf gepfiffen, YB-Spieler Edimilson Fernandes hätte das Spiel wohl beendet.
Die Fans
Das Joggeli ist aktuell keine Festung, die letzten drei Heimspiele gingen verloren, das gabs in der Super-League-Geschichte der Bebbi noch nie. Insgesamt verloren die Basler gar sechs ihrer letzten acht Heimspiele. Das sind ebenso viele Heimpleiten wie in den 34 Partien zuvor. Trotzdem pilgern 23’100 Fans an diesem kalten Sonntagnachmittag in den St.-Jakob-Park. Für die Pausen-Unterhaltung sorgt der dreifache Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka, der ein paar Tennisbälle in die Zuschauerränge pfeffert.
So gehts weiter
Gruselgefahr am Samstag: An Halloween empfängt GC um 18 Uhr Aufsteiger Vaduz im Letzigrund zum Kellerduell. Einen Tag später tritt der FCB die Reise ins Tessin zum Leader Lugano an.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |