Celestini über Seuchensaison
«So etwas habe ich noch nie erlebt»

Für den FC Basel endet eine historisch schlechte Saison mit dem vorzeitigen Ligaerhalt. Trainer Fabio Celestini (48) zeigt sich nach einer unglaublichen Verletzungsserie erleichtert.
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Fabio Celestini hat den FCB vom Tabellenkeller zum Ligaerhalt geführt.
Foto: Freshfocus
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Lucas WerderReporter Fussball

Fabio Celestini (48) kann tief durchatmen. Mit dem 2:0-Sieg gegen Schlusslicht Lausanne-Ouchy ist der Basler Ligaerhalt zwei Runden vor Schluss Tatsache. Gross feiern will der FCB-Trainer zwar nicht, trotzdem sagt Celestini: «Eine Flasche Wein können wir heute Nacht vielleicht schon trinken.»

Ein bisschen Rebensaft wird aber nicht ausreichen, um eine historische schlechte Saison vergessen zu machen. Zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahrtausend verpasst der FCB das internationale Geschäft. Letztmals schlossen die Basler in der Saison 1997/1998 auf einem noch niedrigeren Tabellenplatz ab.

Hauptverantwortlich für den Absturz ist die Basler Transferpolitik. Aber nicht nur. Der FCB ist seiner Seuchensaison von einem unfassbaren Verletzungspech verfolgt. Zum Start in die Wintervorbereitung musste Celestini auf sieben Spieler verzichten. Anfang April beim 0:2 gegen Lugano fehlten gar zwölf Spieler verletzungsbedingt.

FCB muss mit 10 Spielern fertig spielen

Vor dem Duell gegen SLO meldet der FCB erstmals überhaupt keinen einzigen Spieler als verletzt. Doch schon während der ersten Halbzeit schlägt die Verletzungshexe wieder zu. Verteidiger Adrian Barisic (22), der erst Mitte April von einem Muskelfaserriss zurückgekehrt ist, muss mit Oberschenkelproblemen vom Platz.

Nach der Pause erwischt es auch noch Dominik Schmid (26), der einen Schlag aufs Fussgelenk einstecken muss. Am Ende müssen die Basler die Partie sogar zu zehnt fertig spielen. Weil sich Nicolas Vouilloz (23) in der Schlussphase eine Knieverletzung zuzieht und länger auszufallen droht. «Unglaublich! So viele Dinge in einer Saison habe ich noch nie erlebt», sagt Celestini.

Platz 4 in der Celestini-Tabelle

Die letzten Monate haben auch am Lausanner gezehrt. Der Druck sei riesig gewesen. «Ich bin das Risiko eingegangen, der Trainer zu sein, der mit dem FCB abgestiegen ist», blickt Celestini zurück. Schliesslich standen die Bebbi abgeschlagen am Tabellenende, als der Ex-Natispieler Ende Oktober in Basel anheuerte.

Umso erleichterter ist Basler Coach, dass der Ligaerhalt nun eingetütet ist. «Jetzt können wir uns in Ruhe auf die nächste Saison vorbereiten», sagt Celestini. Gleichzeitig warnt er aber auch: «Wir müssen daraus lernen und dürfen nicht erneut in eine solche Situation geraten.»

Zuversicht gibt Celestini die Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Monaten. Seit seinem Amtsantritt haben nur Lugano, YB und Servette mehr Punkte geholt als die Basler. Zumindest in der Celestini-Tabelle hätte sich der FCB damit für die Conference League qualifiziert. Und so eine historisch schlechte Saison verhindert.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
21
21
46
2
FC Lugano
FC Lugano
21
11
39
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
20
14
37
4
FC Basel
FC Basel
21
9
36
5
FC Sion
FC Sion
21
6
32
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
21
-5
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
21
3
28
8
FC Zürich
FC Zürich
21
-8
25
9
Servette FC
Servette FC
21
-5
24
10
FC Luzern
FC Luzern
21
-3
22
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
21
-11
18
12
FC Winterthur
FC Winterthur
20
-32
10
Meisterschaftsrunde
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