Sion-Boss Constantin verrät
«Diego Maradona wollte zum FC Sion kommen»

Der Fussball-Gott in Sion? Christian Constantin verrät, dass Diego Maradona sich einst als Trainer im Wallis anbot. Einziger Haken: Sepp Blatter riet wegen Drogen-Bedenken ab. Ein Rückzieher, den der Sion-Boss bis heute zutiefst bereut.
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Diego Maradona (hier 2010 als Argentinien-Coach) wollte Trainer im Wallis werden.
Foto: Keystone
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Joël HahnRedaktor Sport

Diego Maradona, der Fussball-Gott höchstpersönlich, beim Raclette-Plausch im Wallis? Was wie ein völlig absurder Fiebertraum klingt, wäre beinahe Realität geworden. Sion-Präsident Christian Constantin (69) hat uns schon so manchen wilden Transfer in die Super League gebracht – von Gennaro Gattuso (48) bis Skandal-Stürmer Mario Balotelli (36). Doch der absolute Mega-Deal ist gescheitert. Und CC, der nie um eine verrückte Idee verlegen ist, trauert dem verpassten Spektakel bis heute bitter nach.

Flucht vor der Wüsten-Langeweile

Rückblick in die Jahre zwischen 2010 und 2015: Maradona weilt als Trainer in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Al-Wasl. Doch die Wüste ödet das argentinische Genie (†60) offenbar an. Er will weg und lässt CC über einen Vermittler kontaktieren. «Diego wollte von sich aus zu uns kommen», verrät der Sion-Zampano bei Blue. Für Constantin ist sofort klar: Den muss ich haben. «Nicht, weil er ein grosser Trainer war. Aber er war ein Mythos.» Er habe die Ikone schlicht in seiner Kabine haben wollen. Die Weltpresse hätte im Wallis ihr Zelt aufgeschlagen.

Ausgerechnet Blatter als moralische Instanz

Doch es kommt anders: Constantin holt sich eine Zweitmeinung ein. Der damalige Fifa-Boss und Walliser Landsmann Sepp Blatter (90) grätscht dazwischen. Blatter warnt CC schonungslos vor den Begleiterscheinungen: «Christian, du wirst dir nur Ärger einhandeln. Du wirst Probleme mit Koks haben.»

Der Sion-Präsident knickt ein, die «Stimme der Vernunft» Blatter verhindert die globale Maradona-Show in der Schweizer Provinz. Ein Entscheid, der CC heute noch zur Weissglut treibt. Dass er damals das Risiko scheute, ist für den Exzentriker rückblickend unbegreiflich. Sein bitteres Fazit heute: «Was war ich doch für ein Idiot!»

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
12
26
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
12
15
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC Zürich
FC Zürich
12
-1
20
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
12
-4
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Thun
FC Thun
12
-10
13
10
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
12
-11
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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