So feiern Sutter und Co. den Ligaerhalt
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Grosse Emotionen im Video:So feiern Sutter und Co. den Ligaerhalt

Captain Abrashi rettet GC schon wieder
«Die schönste Platzwunde meiner Karriere»

Zum dritten Mal in Folge führt Amir Abrashi die Grasshoppers in der Barrage zum Ligaerhalt. Warum es für den Captain dieses Mal noch schlimmer war. Und wieso er sich über seinen Mitspieler ärgert.
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Amir Abrashi bejubelt nach Abpfiff den Ligaerhalt.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC bleibt in der Super League nach dramatischem 2:1-Sieg gegen Aarau
  • Abrashi erleidet Platzwunde, wird genäht und rettet schliesslich das Team
  • 18'000 Fans im Letzigrund, Trainer Zeidler warnt vor weiteren Krisensaisons
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Lucas WerderReporter Fussball

Da muss Amir Abrashi (36) nicht lange überlegen. Als Blick den GC-Captain nach dem dramatischen 2:1-Sieg gegen Aarau fragt, welches der drei Barrage-Duelle denn nun das Schlimmste gewesen sei, antwortet er sofort: «Dieses!» Nachdem den Hoppers in den vergangenen beiden Saison jeweils 180 Minuten reichten, um den Abstieg zu verhindern, müssen dieses Mal 210 Minuten herhalten.

Doch nicht nur deshalb wirkt Abrashi nach Spielschluss komplett aufgelöst. Nachdem er im Hinspiel ohne Einsatz geblieben war, muss sich der GC-Captain auch im Letzigrund 67 Minuten lang gedulden, bis er endlich in den Nervenkrimi eingreifen darf. «Auf der Bank war ich noch einmal angespannter als sonst. Zum Glück bin ich durch meine Einwechslung erlöst worden», sagt der Mittelfeldspieler.

Dass der Rekordmeister zum dritten Mal in Folge den Kopf im letzten Moment aus der Schlinge ziehen kann, hat er auch Abrashi zu verdanken. In der 105. Minute wird der Routinier von Aarau-Verteidiger Obexer im Gesicht getroffen, als dieser einen Ball klären will. Schiedsrichter Schnyder zückt erst Gelb, schwenkt nach Sicht der Videobilder aber auf Rot um.

Lee-Rot bringt auch Zeidler auf die Palme

«Ich habe gesehen, dass er ausholt. Das hat er so im Spiel vorher schon mehrmals gemacht», schildert Abrashi die Szene. «Ich wusste, ich muss jetzt einfach zuerst an den Ball. Dann kann ich einen Freistoss rausholen.» Dass er von seinem Gegenspieler gleich so getroffen werde, damit habe er allerdings nicht gerechnet. Denn die Aktion hat nicht nur für Obexer Folgen. Abrashi zieht sich dabei eine Platzwunde an der Lippe zu. In der Pause der Verlängerung muss diese auf dem Feld mit mehreren Stichen genäht werden. «Das hat wehgetan. Aber es ist die schönste Platzwunde meiner Karriere. Sie hat uns am Ende gerettet.»

«Der Junge hätte gleich ins Flugzeug steigen können»
3:17
Zeidler über Lee-Rot:«Der Junge hätte gleich ins Flugzeug steigen können»

Schliesslich steht GC bis zum Platzverweis gegen Aarau selbst mit einem Mann weniger auf dem Platz. Rund 20 Minuten zuvor hatte Lee wegen einer Tätlichkeit ebenfalls Rot gesehen. «Ich bin jetzt noch hässiger über den Platzverweis, als ich mich über den Sieg freuen kann. Das war eine völlig dumme Rote Karte», ärgert sich Abrashi. «Mir ist der ‹Lade ab›. Ich wusste, jetzt geht es nur noch ums Überleben. Ich weiss nicht, wie wir da wieder rausgekommen sind ...»

Auch Peter Zeidler hat überhaupt kein Verständnis für die Aktion von Lee. «Wenn wir das nicht gewonnen hätten, hätte er noch heute Abend an den Flughafen fahren können. Da muss er sich besser beherrschen», findet der GC-Trainer. Die riesige Erleichterung über den geschafften Ligaerhalt ist dem Deutschen anzusehen. «Mir fällt mehr als nur ein Stein vom Herzen. GC in der Challenge League wäre für mich unvorstellbar gewesen», so Zeidler.

Abrashi lässt Zukunft weiter offen

Dass dieses Worst-Case-Szenario am Donnerstagabend doch noch abgewendet werden konnte, habe man auch den Fans im Letzigrund zu verdanken. «Wenn mir einer gesagt hätte, dass heute 18'000 kommen, hätte ich gesagt: ‹Nie im Leben. Vielleicht die Hälfte›», erzählt Zeidler. Gleichzeitig warnt er: «Noch einmal eine solche Saison werden sie aber nicht mitmachen.»

Zum Ende verliert Zeidler dann auch noch ein paar Worte zu seinem Captain. «Es war nicht einfach, ihn draussen zu lassen. Aber wenn einer erst ans Team denkt, dann Abrashi», lobt der GC-Coach. «Er war heute nach seiner Einwechslung nicht nur der Kämpfer, sondern hat auch richtig gute Bälle gespielt.»

Trotzdem bleibt weiter offen, ob Abrashi trotz eines weiteren Vertragsjahrs auch nach der Sommerpause für seinen Herzensklub auflaufen wird. «Ich bin alt, aber noch nicht kaputt. Das habe ich heute gezeigt. Jetzt gehe ich zuerst einmal in die Ferien», sagt der Publikumsliebling. Einiges deutet darauf hin, dass Abrashi danach in seine elfte Saison als GC-Spieler gehen wird. Auf eine vierte Barrage würde er dabei aber gern verzichten.

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FC St. Gallen
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25
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3
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17
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4
FC Sion
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23
63
5
FC Basel
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38
-3
56
6
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BSC Young Boys
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11
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38
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23
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