«Bei welchem Angebot würden sie den Club verkaufen?»
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Heisse Frage an David Degen:«Bei welchem Angebot würden sie den Club verkaufen?»

Auftritte von Degen und Vogel
Die Zeit der grossen Töne beim FCB ist vorbei

Präsident David Degen bemüht sich um Demut, Trainer Heiko Vogel fokussiert sich auf den Sport. Ist das der Anfang der Wende bei Tabellenschlusslicht FCB? Es wäre den Baslern zu wünschen, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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David Degen konnte zu Beginn eine gewisse Unsicherheit im Blue-Talk nicht kaschieren, wirkte aber sehr offen.
Foto: zVg
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Emanuel GisiSportchef

Demut. Bessere Kommunikation. Und mehr Geduld. FCB-Boss David Degen (40) stellt sich im Interview bei den Kollegen von Blue der Kritik der letzten wilden Monate rund um den FC Basel und verkündet das Ende der grossen Töne beim FCB. Man müsse den Abstiegskampf nun annehmen, sich den Grundtugenden widmen. Back to Basics.

Es ist ein Auftritt, der bei einem guten Teil der FCB-Fangemeinde das Vertrauen wiederherstellt, das in den letzten Wochen geschwunden ist. Tatsächlich wirkt Degen glaubwürdig, wenn er darüber spricht, wie nah ihm die Krise seines Klubs geht. Es gelingt ihm auch, seine Transferstrategie und die finanzielle Problematik zu erklären. Aber ein Glanzauftritt gelingt ihm am Mittwochabend im TV-Studio nicht. Dafür deutet er zu oft an, was unter Ex-Trainer Timo Schultz alles schiefgelaufen sein soll – um dann aber im Ungefähren zu bleiben. Das strahlt nicht die Klasse aus, die er anstrebt. Es ist nicht «FCB-like», um es in seinen Worten zu sagen.

Warum soll es besser werden?

Aufmerksame Beobachter erinnern sich zudem: Schon im vergangenen April stand Degen hin, als es darum ging, die Entlassung von Alex Frei und die Turbulenzen danach zu erklären. Er versprach damals im Blick: bessere Kommunikation. Wer Degen wohlgesinnt ist, sagt jetzt: Wenn er es jetzt gelernt hat, ist das okay. Wer ihn auf dem Kieker hat, denkt: Warum soll es diesmal besser werden? 

Am Ende gilt wie so oft im Fussball: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Dort hat der FCB dem SC Freiburg in einem Test am Donnerstagabend ein Remis abgerungen. Trainer/Sportchef Heiko Vogel mochte sich am Rande des Platzes nicht zu den Turbulenzen der letzten Wochen äussern. Ein Zeichen dafür, dass sie es in Basel ernst meinen mit dem Ende der grossen Töne und mit der Demut? Es ist dem FCB zu wünschen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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