Assalé wuchtet den Ball im Derby zweimal ins Netz
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YB-Sieg über Thun:Assalé wuchtet den Ball im Derby zweimal ins Netz

Andres Gerber über Thun-Krise
Gehen Sie mit Marc Schneider auch in die Challenge League?

Thun ist Letzter, kassiert am meisten Tore und schiesst am wenigsten. Die Trainer-Frage stelle sich trotzdem nicht, sagt Sportchef Andres Gerber.
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Marc Schneider ist angezählt.
Foto: keystone-sda.ch
Martin Arn

Es sind Zahlen eines Absteigers: 12 Spiele, 6 Punkte. Torverhältnis 10:26. Kein Team hat mehr Gegentreffer erhalten, keines weniger Tore erzielt als der FC Thun. Alleine in den letzten zwei Partien kassierten die Berner Oberländer 7 Stück.

Trainer Marc Schneider, eigentlich die Ruhe selbst, ist beim 2:4 gegen YB so gefrustet, dass er eine Trinkflasche auf den Boden feuert. Es ist tatsächlich zum verzweifeln: Vor einer Woche in Basel spielen die Thuner mutig mit, sind keineswegs das schlechtere Team und verlieren 1:3. Gegen YB ist man in der 1. Halbzeit ebenfalls ebenbürtig und muss am Schluss froh sein, dass man keine Kanterniederlage einfängt.

Schneider, der dienstälteste Trainer der Super League (seit Sommer 2017), stand mit seinem Team schon einmal auf dem letzten Platz. Das war im März 2018 nach dem verheerenden 2:7 in Sion. Relativ souverän schafften die Oberländer danach trotzdem den Ligaerhalt. Sportchef Andres Gerber sagte Wochen später: «Der Trainer war für uns zu keinem Zeitpunkt ein Thema.»

Und das sei er auch jetzt nicht. Aber: Gehen Sie mit Marc Schneider auch in die Challenge League, Herr Gerber? Er sagt: «Diese Frage stellt sich nicht, jedenfalls sicher nicht jetzt. Das wäre eine Bankrotterklärung, wenn wir jetzt schon vom Abstieg sprechen würden. Natürlich sind wir uns bewusst, dass wir Letzter sind und die Tabelle nicht gut aussieht. Dass es Leute gibt, die nun die Trainer-Frage stellen, das ist zwangsläufig so. Aber wir ticken in Thun ein wenig anders. Und zwar nicht aus Prinzip, sondern aus Überzeugung.»

Bei den Niederlagen gegen Basel und YB habe man gesehen, «dass Vieles auch gut ist». Auf seinen Trainer lässt Gerber jedenfalls trotz der Resultatkrise nichts kommen: «Marc macht einen guten Job, auch wenn die Bilanz in diesem Jahr nicht gut ist. Wir wissen aber alle, dass nicht nur der Trainer verantwortlich ist für Erfolg oder Misserfolg. Wir hatten Abgänge und Zuzüge, Verletzte. Das verändert immer wieder die Dynamik und der Trainer kann darauf nur wenig Einfluss nehmen. Ihn deswegen in Frage zu stellen, wäre falsch. Ausser, wir würden merken, dass er total den Faden verliert und selber nicht mehr an den Erfolg glaubt.»

Thun sei «ein spezielles Pflaster», sagt Gerber. «Thun ist Hardcore. Für die Spieler, die Angestellten, die Fans. Thun ist nicht gemacht für diejenigen, die immer gewinnen und sich im Erfolg sonnen wollen. Man muss da einiges aushalten. Wir stecken in einer schwierigen Phase und machen uns enorm viele Gedanken. Wir sind uns bewusst, dass es um sehr viel geht. Aber wir wollen da zusammen raus aus dieser Situation.»

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