Darum gehts
- YB spielt 3:3 gegen Luzern im Wankdorf, erneut kein Heimsieg
- Berner Abwehr kassiert Gegentore 12, 13 und 14 der Saison
- 10 Tore in drei Spielen, aber nur fünf Punkte geholt
Über mangelnde Unterhaltung kann sich im Wankdorf ganz sicher niemand beklagen. Eine Woche nach dem 3:3-Feuerwerk gegen den FCB endet auch das YB-Heimspiel gegen Luzern mit diesem Ergebnis. Dazwischen liegt noch der 4:2-Erfolg gegen den FCZ unter der Woche. Das macht zehn Tore in drei Spielen. Aber eben auch acht Gegentore und nur fünf Punkte.
Dabei deutet gegen den FCL nach den ersten 45 Minuten vieles auf einen für einmal unspektakulären YB-Heimsieg hin. Die Berner lassen hinten kaum etwas zu und führen dank eines Treffers von Topskorer Essende verdient mit 1:0. Doch unmittelbar nach der Pause schlagen die Gäste durch Ciganiks gleich doppelt zurück. Was danach folgt, ist ein offener Schlagabtausch, in dem die Berner zweimal einen Rückstand wettmachen, am Ende aber wieder keinen Heimsieg einfahren.
«Wir haben Moral gezeigt. Aber trotzdem ist die Gefühlslage am Ende beschissen. Du schiesst wieder drei Tore und stehst am Ende nur mit einem Punkt da», sagt Christian Fassnacht (32). Gegen Luzern kassiert YB die Gegentore 12, 13 und 14 in dieser Saison. Hinter Vaduz (17) und dem FCZ (16) stellen die Berner damit die drittschlechteste Abwehr der Liga.
Fassnacht nimmt auch Offensive in die Pflicht
Doch woran liegt das? Allein die offensive Spielanlage kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Das sieht auch Fassnacht so: «Es geht um das Bewusstsein, dass jeder verteidigen muss», erklärt der YB-Flügel und nimmt auch sich selbst in die Pflicht. Schliesslich vergisst der Torschützenkönig der vergangenen Saison gleich zweimal Torschütze Ciganiks in seinem Rücken. «Wir müssen uns da an der eigenen Nase nehmen und zusammen im Verbund verteidigen. Da müssen wir einen Schritt machen», so Fassnacht.
Dem stimmt auch sein Trainer zu. «Es geht um die defensive Struktur. Da sind alle Spieler involviert, nicht nur die Verteidigung», erklärt Gerardo Seoane (47). Deutlich zufriedener mit dem Punktgewinn ist sein Gegenüber Udo Portmann (49). «Wenn man sieht, dass die Spieler in der Kabine niedergeschlagen sind, ist das ein Zeichen, dass man in Bern auch etwas gut gemacht hat», so der FCL-Coach. «Wir sind aber demütig genug, um zu wissen, dass wir den Punkt auch etwas dem Glück zu verdanken haben.»
Glück und einer weiterhin anfälligen Berner Abwehr.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 7 | 12 | 15 | |
2 | FC Lugano | 5 | 11 | 15 | |
3 | FC Basel | 6 | 2 | 10 | |
4 | FC Sion | 5 | 2 | 9 | |
5 | FC Luzern | 7 | -3 | 9 | |
6 | FC St. Gallen | 5 | -1 | 7 | |
7 | FC Thun | 5 | -5 | 7 | |
8 | FC Zürich | 7 | -7 | 7 | |
9 | FC Vaduz | 7 | -1 | 6 | |
10 | FC Lausanne-Sport | 7 | -3 | 6 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 6 | -5 | 5 | |
12 | Servette FC | 5 | -2 | 4 |

