Abgänge entscheidender als Zuzüge
Darum ist der FCZ so gut gestartet

Vier Spiele, vier Siege. Der FCZ jagt seinen eigenen Start-Rekord aus der Saison 1979/80. Blick sagt, weshalb es grad so rund läuft.
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Der FC Zürich ist makellos in die neue Saison gestartet.
Foto: BENJAMIN SOLAND
Michael Wegmann

Der FC Zürich grüsst nach der vierten Runde mit vier Siegen von der Spitze. Letztmals mit weisser Weste stand man zu diesem Zeitpunkt 2006 unter Lucien Favre da. FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Das ist ein hervorragender Start. Da habe ich schon ganz anderes erlebt.»

Die grössten Titelfavoriten YB und Basel spielen europäisch. Stichwort Dreifach-Belastung. Träumt Canepa nun gar ein wenig vom Titel? Nein. Zumindest nicht öffentlich. «Ich träume nicht, dafür bin ich schon genug lange dabei. Ich schaue lieber in den Rückspiegel.»

Breitenreiter: Auch neben dem Platz ein gewiefter Taktiker

Statt hohe Erwartungen zu schüren, macht Canepa auf bescheiden. Und auch der neue Trainer André Breitenreiter drückt offenbar die richtigen Knöpfe. Vor allem bei Assan Ceesay. Der schlaksige Stürmer ist wie ausgewechselt. Schnell war der Gambier schon immer, nun sammelt er plötzlich fleissig Skorerpunkte. Canepa: «Assan ist ein feinfühliger Mensch. André scheint die richtigen Worte gefunden zu haben. Zudem lässt er die offensiven Spieler viel mehr Torschüsse trainieren.»

Breitenreiter scheint nicht nur an der Seitenlinie ein gewiefter Taktiker zu sein. Nach den Abgängen von FCZ-Ikone Marco Schönbächler und Adrian Winter hat er bemerkt, dass es an Integrationsfiguren fehlt. Kurzerhand holte er FCZ-Legende Alain Nef als zweiten Assistenztrainer in seinen Staff.

Mentalität der Mannschaft eine andere

Doch es gibt noch mehr Gründe für den FCZ-Traumstart. Da wären die zwei Neuzugänge Adrian Guerrero und Nikola Boranijasevic. Jahrelang waren die Aussenverteidiger-Positionen beim FCZ der Schwachpunkt. Nun nicht mehr. Ob auch die anderen Neuzugänge Hornschuh, Pollero, Leitner, Gogia oder Coric einschlagen werden, wird sich zeigen.

Man wollte einen totalen Neustart. Auf dem Platz und in der Kabine. Deshalb liess man auch Kololli, Nathan oder Hekuran Kryeziu ziehen – ein Trainingsweltmeister war keiner von ihnen. Nun ziehen alle mit. Die Mentalität der Mannschaft sei nun eine andere, sagt auch Ceesay.

Und auch Wettkampfglück gehört dazu. Wie beim 2:1 im Derby und davor beim 3:1 in Luzern. Das stört in Zürich niemanden. Gehts so weiter und man siegt am Samstag in St. Gallen, egalisieren Ceesay & Co. den Klub-Startrekord aus der Saison 1979/80.

Übrigens: Favre verlor 2006 das fünfte Spiel ausgerechnet in St. Gallen.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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