Camara-Tritt steht sinnbildlich für YB-Pleite
3:16
Luzern – YB 5:0:Camara-Tritt steht sinnbildlich für YB-Pleite

50 Gelbe, sieben Platzverweise
Das dicke Sündenregister von YB-Verteidiger Camara

Mohamed Ali Camara (27) ist das Gesicht des YB-Debakels in Luzern (0:5). In den vergangenen Monaten hat sich der Berner Verteidiger vom stillen Leader zu einem Rüpel entwickelt.
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Gegen Luzern kassiert Mohamed Ali Camara seinen siebten Platzverweis im YB-Trikot.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mohamed Ali Camara erhält sechs Spiele Sperre nach Tätlichkeit gegen Luzern
  • Camaras Spielweise und Einstellung haben sich in letzter Zeit verändert
  • In 193 YB-Spielen sammelte Camara 50 Gelbe, drei Gelb-Rote und vier Rote Karten
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Lucas WerderReporter Fussball

Viel hat nicht gefehlt und Mohamed Ali Camara (27) hätte sich schon im April in die Sommerferien verabschieden können. Nach seiner Tätlichkeit beim 0:5-Debakel gegen Luzern wird der YB-Verteidiger für sechs Spiele aus dem Verkehr gezogen. Die Sperre gilt für Meisterschaft und Cup, wodurch Camara in dieser Saison nur noch einmal, im Falle eines Berner Cupfinal-Einzugs maximal zweimal, zum Einsatz kommen könnte.

Dass die Sperre gegen Camara derart heftig ausfällt, hat einen guten Grund. Der SFV hat die Sperre von vier auf sechs Partien ausgeweitet, weil es bereits der dritte direkte Platzverweis des Guineers in dieser Saison ist. Anfang August fliegt Camara gegen Yverdon (2:2) für ein Brutalo-Foul gegen Kevin Carlos vom Platz. Im Dezember lässt er sich im Cup-Achtelfinal gegen Schaffhausen (1:0) zu einem Würgegriff gegen Ex-YB-Junior Ben Schläppi hinreissen.

Fünf Saisons lang war es brav

Es ist eine Saison zum Vergessen für Camara. Zu Saisonbeginn fällt er mit einer Bänderverletzung aus. Im Herbst muss er mit Wadenproblemen mehrere Wochen pausieren. Und dann sind da eben auch die disziplinarischen Probleme, aufgrund derer der Abwehrspieler in dieser Saison elf Pflichtspiele verpasst haben wird.

Dabei hat Camara in seinen inzwischen schon sieben Jahren in Bern lange eher als stiller Leader statt Rüpel gegolten. 21 Verwarnungen sammelt er in seinen ersten fünf Super-League-Saisons, ein einziges Mal sieht er Gelb-Rot. Keine Unschuldslamm-Zahlen, für einen Innenverteidiger aber ganz akzeptabel. Einzig in der Europa League brennen ihm im Dezember 2020 die Sicherungen durch, als er bei der 1:3-Niederlage gegen die AS Roma Gegenspieler Mchitarjan mit einem Faustschlag niederstreckt.

Gleich viele Platzverweise wie Xhaka, halb so viele Spiele

Doch schon in der vergangenen Saison scheinen sich Spielweise und Einstellung des Vize-Captains verändert zu haben. In 29 Super-League-Einsätzen sieht er 13 Mal Gelb! Bereits Anfang Dezember sitzt er zum zweiten Mal eine Gelbsperre ab, Mitte April folgt die dritte. Dazu fliegt er im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen Sporting Lissabon (1:3) mit Gelb-Rot vom Platz. In dieser Saison ist sein Sündenregister noch einmal deutlich grösser geworden. Insgesamt hat Camara in 193 Spielen für YB 50 Gelbe Karten, drei Gelb-Rote und vier Rote Karten gesammelt. Das sind gleich viele Platzverweise wie Taulant Xhaka (34) in 406 Partien für den FCB gesammelt hat...

Gut möglich, dass durch die Sperre nicht nur Camaras Saison vorzeitig zu Ende geht, sondern auch seine Zeit in Bern. Schon in der Vergangenheit liebäugelte der guineische Nationalspieler immer wieder mit einem Auslandstransfer. Ende 2022 war Lokomotiv Moskau bereit, bis zu sechs Millionen Ablöse auf den Tisch zu legen. Damals stellten sich die YB-Verantwortliche quer. In diesem Sommer könnte sich das ändern. Camaras Vertrag in Bern läuft noch bis 2026. Will YB mit dem Verteidiger noch Geld verdienen, muss er im kommenden Transferfenster wechseln. Nicht nur sportlich hat der Verteidiger in dieser Saison kaum Gründe geliefert, um ihn weiter in Bern zu halten.

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