Duo spielt nicht dort, wo es gern möchte
FCL-System sorgt erneut für Gesprächsstoff

Beim FC Luzern sorgt die 0:4-Klatsche in Lugano nicht nur wegen des Resultats für Gesprächsstoff. Auch die Rollen von Matteo Di Giusto und Tyron Owusu werfen Fragen auf – beide fühlen sich anderswo wohler.
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Matteo Di Giusto und sein FCL müssen unten durch.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Der FC Luzern verliert in Lugano 0:4 und reist ohne Punkte heim
  • Di Giusto und Owusu spielen aussen, fühlen sich dort aber unwohl
  • Portmann will sie offensiv einbinden, erwägt Änderungen
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Reise über den Gotthard hat sich für den FC Luzern überhaupt nicht gelohnt. Mit einer 0:4-Klatsche und null Punkten im Gepäck geht es zurück nach Hause. Entsprechend enttäuscht sind die Gesichter. «Wir haben zu viele Dinge nicht so auf den Platz gebracht, wie wir das wollten», sagt Trainer Udo Portmann (49).

Spätestens nach dieser Partie wird in Luzern aber wieder über das System diskutiert. Der Grund: Wie so oft in dieser Saison spielen Matteo Di Giusto (26) und Tyron Owusu (23) im flachen 4-4-2 als Aussenläufer. Dass dies nicht ihre angestammten Positionen sind, darüber muss man nicht diskutieren. Zumal beide selbst zugeben, dass sie sich anderswo wohler fühlen.

Das sagen Di Giusto und Owusu

Bei Di Giusto klingt das so: «Letztlich ist es eine Trainerentscheidung. Ich versuche, überall mein Bestes zu geben – auf der Zehn, auf dem Flügel oder im Doppelsturm. Ich möchte nicht zu viel Energie darauf verschwenden. Denn es liegt nicht an mir, das zu entscheiden. Ich versuche einfach, immer und überall 100 Prozent zu geben.»

Und Owusu? «Jeder weiss, dass es nicht meine Position ist und wo ich mich am wohlsten fühle. Aber ich versuche, auf jeder Position mein Bestes zu geben. Man hat in dieser Saison auch schon gesehen, dass es gut funktionieren kann. Der Rest ist dem Trainer überlassen.»

Portmann begründet

Wirklich zufrieden klingen die Spieler mit ihren Rollen also nicht. Der Ball liegt also bei Portmann. Doch weshalb setzt er sie trotzdem so ein? «Unsere Spielidee ist so aufgebaut, dass wir sie so offensiv besser ins Spiel bringen können. Ich bin auch nicht der Meinung, dass sie heute nicht im Spiel waren.»

Portmann verweist dabei auf eine Szene, die zwischenzeitlich zum 1:1 hätte führen können. Tatsächlich hat Di Giusto den Ausgleich auf dem Fuss. Es ist allerdings eine von wenigen Offensivaktionen, die vom Zauberfuss in Erinnerung bleiben. Viel häufiger ist er mit Defensivarbeit beschäftigt.

Bald wieder auf anderen Positionen?

Portmann sieht darin kein besonderes Problem. «Mir muss erst einmal jemand erklären, auf welchen Positionen man im heutigen Fussball gegen starke Gegner spielen kann, ohne viel Defensivarbeit leisten zu müssen.» Di Giusto stimmt ihm zu. Trotzdem sagt er: «Es ist nicht das, was sich ein Offensivspieler für 90 Minuten auf dem Platz wünscht, dass man nur hinten helfen muss.»

Ganz geschlossen ist die Türe für Di Giusto und Owusu allerdings nicht. Portmann deutet an, dass sich ihre Positionen wieder verändern könnten: «Wir sind immer wieder am Tüfteln, um die bestmögliche Kombination zu finden. Bis jetzt waren wir von dieser überzeugt. Vielleicht ändern wir mal etwas. Aber jetzt schlafen wir erst einmal ganz ruhig.»

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
5
Servette FC
Servette FC
10
1
13
6
FC Basel
FC Basel
9
0
13
7
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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