Darum gehts
- Mircea Lucescu, 80, erlitt Zusammenbruch nach WM-Playoff-Niederlage gegen Türkei
- Stress und Herzflimmern führten zu Spitalaufenthalt, Rücktritt als Nationaltrainer folgt
- Rumänien verlor 0:1 gegen Türkei, Rumänien verpasst WM
Schwierige Tage für Mircea Lucescu: Der 80-jährige Trainer der rumänischen Nationalmannschaft musste am Sonntag ins Spital eingeliefert werden. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Türkei in den WM-Playoffs am Donnerstag erlitt Lucescu am Wochenende während einer Teambesprechung einen Zusammenbruch. Er wurde umgehend in ein Spital in Bukarest gebracht. Ihm sei «während der technischen Besprechung vor dem letzten Training vor der Abreise in die Slowakei unwohl geworden», teilte der rumänische Verband mit.
Inzwischen hat sich Lucescu aus dem Spital gemeldet. Er versichert, dass es ihm besser gehe. Sein Zustand sei durch Stress und Herzflimmern ausgelöst worden – ein Problem, das ihn bereits in der Vergangenheit begleitet hatte.
«Ich habe mich wahnsinnig aufgeregt, als ich begann, das Spiel gegen die Türkei zu analysieren, obwohl es schon Tage zurücklag», sagte Lucescu. «Es war keine Herzattacke, sondern Flimmern – das habe ich schon früher erlebt, und ich weiss, wie ich mich davon erhole.» Dennoch kündigte er an, sich endgültig von der Nationalmannschaft zurückzuziehen: «Es ist vorbei. Mit einem neuen Trainer und der Unterstützung dieser talentierten Generation können sie Grosses erreichen.»
Er tritt zurück
Die Niederlage gegen die Türkei sei ein harter Schlag gewesen. «Nach der 60. Minute hatte die Türkei keine Kraft mehr, und wir hätten sie überraschen können. Doch wir machten Fehler, besonders beim Gegentor. Das hat mich erneut sehr aufgebracht», erklärte er. Laut Lucescu verlor das Team die Partie, weil es zu viele Bälle unnötig hergab.
Trotz seines Rücktritts zeigt sich der Trainer optimistisch für die Zukunft des rumänischen Fussballs: «Ich glaube an das Potenzial dieser Generation. Sie haben Talent, und mit einem neuen Trainer können sie gute Ergebnisse erzielen.»
Lucescus gesundheitlicher Zustand sorgte auch international für Besorgnis. «Ich war überwältigt von den Nachrichten, die ich erhielt – selbst Uefa-Funktionär Giorgio Marchetti schrieb mir», berichtete er. Sein Telefon sei nach dem Vorfall regelrecht mit Nachrichten aus aller Welt überflutet worden. Lucescu bedankte sich für die Unterstützung und versicherte, dass sein Zustand stabil sei.
Dieser Artikel ist zuerst auf gsp.ro erschienen. Die rumänische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

