2026-11-04 21-56-38
2:08
Nach Schaffhauser Siegtreffer:Bieler wird mit einem Faustschlag niedergestreckt

Reaktion auf Faust-Eklat
Biel ist schockiert – Schaffhausen suspendiert Athletik-Coach

Einen Tag nach dem Faust-Eklat von Schaffhausen reagiert der FCS und suspendiert den Übeltäter. Auch Strafen gegen Spieler werden geprüft. In Biel ist man derweil schockiert vom Vorfall und appelliert an die Vorbildfunktion.
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Schaffhausens Athletiktrainer (in Grau) verpasst Biels Spieler Vasic einen Faustschlag.
Foto: RED
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Björn LindroosRedaktor Sport

Es sind Wild-West-Szenen, die sich am Mittwochabend in Schaffhausen abspielen. Nachdem der FCS im Topspiel der Promotion League gegen Biel in der Nachspielzeit das 3:2-Siegtor erzielt, geht es drunter und drüber.

FCS-Ersatzgoalie Gianni De Nitti provoziert die Bieler Bank, worauf Biels Uros Vasic auf den Torhüter losgeht und ihn zu Boden schubst. Daraufhin brennen bei Schaffhausens Athletiktrainer alle Sicherungen durch. Mit einem Faustschlag streckt er Vasic nieder. Auf dem Platz kommt es zu Rudelbildungen.

«Ich finde es schlimm»

Einen Tag später ist man beim FC Biel immer noch schockiert. «Dass sich der Athletiktrainer zu dieser Art von Aggressivität und Brutalität hinreissen lässt, finde ich schlimm», sagt Biels Generaldirektor Arzen Ramadani am Donnerstag gegenüber Blick.

«Wir appellieren an die Vorbildfunktion. Wir wollen unserer Jugend als Vorbild dienen. Und dann hast du jemanden, der auf dem Platz nichts zu suchen hat, unserem Spieler einen Faustschlag verpasst und sich dann noch aufbaut, als wären wir in einer anderen Sportart. Das ist schockierend», so Ramadani weiter. Schon die Art und Weise, wie die Spieler von Schaffhausen provoziert hätten, sei «wirklich unsportlich» gewesen.

«Hätte ihn auf dem Heimweg entlassen»

Spieler Vasic kommt – wortwörtlich – mit einem blauen Auge davon: «Er ist mit einem brummenden Kopf in den Bus gestiegen. Es tut natürlich weh, wenn du von der Seite einen Faustschlag bekommst und nicht damit rechnest.»

Dass FCS-Trainer David Sesa (53) die Situation beruhigen wollte, schätze man bei Biel sehr. Dennoch sei man enttäuscht vom Gegner: «Ich habe vom FC Schaffhausen mehr Fairplay-Gedanken erwartet. Und den Athletiktrainer hätten wir noch auf dem Heimweg entlassen.»

Schaffhausen reagiert

Tatsächlich reagiert der FC Schaffhausen einen Tag nach dem Vorfall. «Als erste Massnahme wurde unser Athletiktrainer bis auf weiteres von seinen Aufgaben suspendiert», heisst es auf der Website des Klubs. Und weiter: «Auch mögliche Massnahmen gegen beteiligte Spieler werden derzeit geprüft. Über allfällige Sanktionen wird nach Abschluss der laufenden Abklärungen entschieden. Der FC Schaffhausen distanziert sich klar von diesen Vorfällen. Ein solches Verhalten entspricht nicht den Werten und Grundsätzen unseres Vereins.» Auf eine Anfrage von Blick wollte sich Schaffhausen nicht weiter dazu äussern.

Der FC Biel wartet derweil noch ab, ob nach dem Eklat von Schaffhausen weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden: «Wir warten mal ab, was der Verband entscheidet», sagt Arzen Ramadani.

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