Die Schlüsselszene
Der unterbeschäftigte Nico Elvedi wagt in der 41. Spielminute einen Vorstoss in die gegnerische Hälfte, lanciert Debütant Zachary Athekame – und der findet Zeki Amdouni in der Mitte, der den gegnerischen Goalie ziemlich alt aussehen lässt mit seinem Treffer zum 2:0. Spätestens jetzt ist die Partie entschieden.
Das Spiel
Die Nati siegt im ersten Nations-League-Spiel gegen Nordmazedonien klar und verdient 3:0.
Das Team von Trainer Murat Yakin legt los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Minuten könnte die Nati in Skopje bereits führen. Auch ohne die abwesenden Granit Xhaka und Breel Embolo ist die Schweiz drückend überlegen und bringt den Underdog mit ihrem Pressing immer wieder in Bedrängnis. Das 1:0 durch Remo Freuler in der 22. Minute ist die logische Folge.
Auch nach dem Führungstreffer treten die Schweizer viel dominanter auf und erhöhen kurz vor der Pause durch Zeki Amdouni. Wenn man etwas am Spiel der Schweizer in den ersten 45 Minuten ankreiden kann, dann ist es die Chancenverwertung.
Nach dem Seitenwechsel passiert bis auf eine zurückgenommene Rote Karte gegen Nordmazedoniens Matej Gashtarov lange nichts. Die Schweiz kontrolliert das Spiel, macht aber auch nur noch das Nötigste. Rund 20 Minuten vor Schluss macht Amdouni mit seinem zweiten Tor den 3:0-Endstand klar.
Die Tore
22. Minute, Remo Freuler, 0:1. Von der linken Seite chippt Ndoye den Ball in den Strafraum. Amdouni legt dort per Kopf mustergültig auf Freuler ab. Freuler hat noch Zeit, den Ball zu kontrollieren und trifft danach aus rund elf Metern aus der Drehung in die untere rechte Ecke.
41. Minute, Zeki Amdouni, 0:2. Elvedi bedient Athekame auf der rechten Seite. Der Nati-Neuling hat viel Platz und bringt den Pass direkt zur Mitte, wo Rieder den Ball durchlässt. Amdouni steht auf Höhe des Penaltypunkts goldrichtig, setzt sich von seinem Gegenspieler ab und erhöht mit einem flachen Schuss eiskalt.
74. Minute, Zeki Amdouni, 0:3. Die Nordmazedonier lassen die Schweizer auf der rechten Seite einfach machen. Athekame hat deshalb lange Zeit, er findet im Zentrum Amdouni. Dieser lässt Bardhi ins Leere laufen, zieht mit einem schönen Solo weiter vor das Tor und schliesst an Goalie Dimitrievski vorbei in die linke Ecke ab. Doppelpack für den Genfer!
Die Stimmen
Nati-Mittelfeldspieler Remo Freuler (gegenüber SRF): «Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben ihre Fehler ausgenutzt, die zweite Hälfte dann noch gut runtergespielt und sie nicht zu Chancen kommen lassen. Wir haben trotz vieler Neulinge gut zusammengespielt. Die Jungen kommen langsam an – das macht Freude. Über Granit müssen wir nicht sprechen. Ihn kann man nicht ersetzen. Wir mussten es so als Mannschaft auffangen. Das haben wir heute sehr gut gemacht. Wir hoffen, dass Granit schnell zurückkommt und sich das regelt. »
Nati-Debütant Sascha Britschgi (gegenüber SRF): «Sascha Britschgi: «Ich habe es genossen, es war ein schöner Moment mit der A-Nati. Ich bin glücklich über das Resultat. Es ist ein Kindheitstraum, den ich hier erleben darf. Ich bin glücklich und stolz. Es ist ein unbeschreiblicher Moment. Wenn man reinkommt, muss man gleich Vollgas geben. Ich war physisch aber bereit.»
Nati-Mittelfeldspieler Ardon Jashari (gegenüber SRF): «Meine Familie ist sicher stolz darauf, dass wir gewonnen haben, und dass sie mich in der Heimat live spielen sehen konnten. Das ist ein Traum für mich und für sie, dass ich in Skopje – wo ich meine Wurzeln habe – spielen konnte. Ich habe versucht, einfach meine Qualitäten auf den Platz zu bringen und dem Team zu helfen und nicht, Granit zu ersetzen. Ich bin aber stolz darauf, dass ich mit unserem Rekordspieler verglichen werde. Aber wir haben beide komplett verschiedene Spielarten. Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft mir vertraut.»
Nati-Coach Murat Yakin (gegenüber SRF): «Ardon hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Er hat schon mehrmals betont, dass er gerne mit Granit zusammen spielt. Hoffen wir, dass es noch mehr dazu kommt. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle. Der Platz wurde mit der Zeit etwas schwierig, es hatte doch einige Löcher darin. Wir haben mit den Spielern gearbeitet, die da waren – wie wir es in der Vergangenheit auch gemacht haben. Es gibt immer eine Chance für andere Spieler. Ich hätte die anderen natürlich gerne dabei gehabt. Aber man muss immer mit Absenzen rechnen.»
Nordmazedonien- und Lugano-Verteidiger Ezgjan Alisoki (gegenüber SRF): «Der Platz war sicher nicht optimal. Wir haben viele Fehler gemacht und zu einfache und unnötige Tore kassiert. Selbst haben wir keine Torchancen kreiert. Die Schweiz war bereiter und eingespielter als wir.»
Nordmazedonien-Stümer und Ex-Thun-Spieler Elmin Rastoder (gegenüber SRF): «Die Schweiz war uns in allen Belangen überlegen. Ich finde gerade keine Worte. Das Pressing konnten wir nicht so umsetzen, wie wir es uns vorgenommen haben. Dort hätten wir vieles besser machen können. Für mich persönlich war es ein sehr spezielles Spiel. Ich verliere gar nicht gerne. Auch persönlich habe ich mir viel vorgenommen – das ist mir aber nicht gelungen.»
Der Beste
Es ist eine Freude, wieder Zeki Amdounis Pfeilbogen-Jubel zu sehen. Nach langer Leidenszeit und Verletzung steht er erstmals wieder in der Nati-Startelf und trifft gleich doppelt. Er arbeitet zudem sehr gut in der Defensive mit und glänzt mit mehreren Balleroberungen.
Der Schlechteste
Bojan Ilievski, Linksverteidiger der Gastgeber, sieht gegen Ndoye mehrfach ganz schlecht aus. Der Tirana-Profi wird nach diesem Abend wohl noch von der Nummer 11 der Nati träumen.
Das gab zu reden
Es ist die 86. Minute und es kommt zum Auftritt, den sich viele Nati-Fans in den letzten Wochen erhofft haben. Winsley Boteli feiert sein Debüt für die Nati – und nach 45 Sekunden wird er schon erstmals von den mitgereisten Fans gefeiert. Es ist das dritte Debüt bei den Schweizern am Samstagabend. Zuvor feiern schon Zachary Athekame und Sascha Britschgi ihren Einstand.
Die Schiris
Man wird das Gefühl nicht los, dass der Deutsche Daniel Schlager nicht so wahnsinnig viel Lust auf die Partie hat – mit kleineren Fehlentscheidungen auf beiden Seiten in der ersten Hälfte. Doch als es um einen Platzverweis gegen Matej Gashtarov geht, trifft Schlager die richtige Entscheidung. Nachdem er die Rote Karte für ein Foul an Manzambi zückt, wird er vom VAR zum Bildschirm gebeten. Kein Rot, dafür Gelb. Alles richtig.
Die Fans
Ein paar Hundert Schweizer Fans sind nach Skopje mitgereist und verbreiten gute Laune auf den Rängen, auch wenn sich einzelne Nordmazedonier daneben provoziert fühlen. Am Anfang und am Ende des Spiels gibt es noch Grüsse nach Sunderland mit Granit-Xhaka-Sprechchören für den fehlenden Captain.
So gehts weiter
Bereits am Dienstag steht für die Nati das nächste Spiel in der Nations League an. Um 20.45 Uhr trifft die Schweiz dann in Glasgow auf Schottland. Für Nordmazedonien gehts zeitgleich in Slowenien weiter.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Frankreich | 2 | 2 | 6 | |
2 | Belgien | 2 | 1 | 3 | |
3 | Italien | 2 | 1 | 3 | |
4 | Türkei | 2 | -4 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Griechenland | 2 | 2 | 6 | |
2 | Niederlande | 2 | 1 | 4 | |
3 | Deutschland | 2 | -1 | 1 | |
4 | Serbien | 2 | -2 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Spanien | 2 | 4 | 6 | |
2 | England | 2 | 1 | 3 | |
3 | Kroatien | 2 | -2 | 3 | |
4 | Tschechien | 2 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Portugal | 2 | 2 | 6 | |
2 | Norwegen | 2 | 0 | 3 | |
3 | Dänemark | 2 | 1 | 3 | |
4 | Wales | 2 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 2 | 6 | 6 | |
2 | Slowenien | 2 | 2 | 4 | |
3 | Schottland | 2 | -3 | 1 | |
4 | Nordmazedonien | 2 | -5 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Nordirland | 2 | 1 | 4 | |
1 | Ukraine | 2 | 1 | 4 | |
3 | Georgien | 2 | -1 | 1 | |
3 | Ungarn | 2 | -1 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 2 | 4 | 6 | |
2 | Kosovo | 2 | -1 | 3 | |
3 | Irland | 2 | 2 | 3 | |
4 | Israel | 2 | -5 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweden | 2 | 3 | 6 | |
2 | Bosnien und Herzegowina | 2 | 2 | 4 | |
3 | Polen | 2 | -2 | 1 | |
4 | Rumänien | 2 | -3 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Albanien | 2 | 5 | 6 | |
2 | Finnland | 2 | 7 | 4 | |
3 | Belarus | 2 | -2 | 1 | |
4 | San Marino | 2 | -10 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Montenegro | 2 | 2 | 6 | |
2 | Armenien | 2 | 1 | 3 | |
3 | Zypern | 2 | -1 | 1 | |
4 | Lettland | 2 | -2 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Slowakei | 2 | 3 | 6 | |
2 | Färöer | 2 | 0 | 2 | |
3 | Kasachstan | 2 | -1 | 1 | |
4 | Moldawien | 2 | -2 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Island | 2 | 3 | 4 | |
2 | Luxemburg | 2 | -2 | 3 | |
3 | Estland | 2 | 0 | 2 | |
4 | Bulgarien | 2 | -1 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Malta | 1 | 1 | 3 | |
2 | Gibraltar | 1 | 0 | 1 | |
3 | Andorra | 2 | -1 | 1 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Litauen | 2 | 2 | 4 | |
2 | Aserbaidschan | 1 | 0 | 1 | |
3 | Liechtenstein | 1 | -2 | 0 |