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Andreas Böni über neuen Nati-Trainer:«Es geht darum, wie man mit den Star-Spielern umgeht»

Yakin wird neuer Nati-Coach
Eine gute Wahl, aber ...

Murat Yakin (46) als Nationaltrainer ist eine nachvollziehbare Wahl, die aber auch Risiken birgt, schreibt Andreas Böni, stellvertretender Chefredaktor Sport.
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Neu bei den Nati-Auftritten an der Seitenlinie: Murat Yakin.
Foto: Andy Mueller/freshfocus

Zuerst einmal: Es ist ein interessanter Ansatz, dass der Schweizerische Fussball-Verband Murat Yakin als neuen Nati-Trainer holt. Eine Schweizer Lösung mit internationaler Erfahrung, mit 46 Jahren im richtigen Alter, ein absoluter Fachmann.

Er kann einer sein, den die im Umgang durchaus schwierigen Star-Spieler wie Granit Xhaka oder Xherdan Shaqiri respektieren. Weil er selbst einen grossen Namen hat und auf eine beachtliche Karriere zurückblicken kann. Weil für ihn wie für sie die Familie eine grosse Rolle spielt und viele Ansichten deckungsgleich sein dürften.

Es gibt jedoch auch mehrere «aber». Yakin war immer einer, der polarisierte. Der zwar jeden im Schweizer Fussball kennt, sich aber auch mit einigen verkrachte. Mit Basel-Boss David Degen wie Captain Valentin Stocker fetzte er sich immer wieder, mit Sion-Boss Christian Constantin knallte es, bei GC sowieso. Wo Yakin war, brannte irgendwann Feuer, gab es früher oder später Machtspiele. Das wird nun durchaus interessant mit dem Verband.

Es ist aber auch eine grosse Chance für Yakin. Lange galt er als grösstes Trainer-Talent der Schweiz, mit Aussichten auf die Bundesliga. Dieser Ruf hat gelitten, wobei es da oft weniger um seine sportliche Kompetenz, sondern mehr um sein diskutables Umfeld ging. Für ihn ist es nach der Zeit in der Challenge League eine Gelegenheit, die Karriere neu zu lancieren.

Yakin wird neuer Nati-Trainer. Langweilig wirds mit ihm garantiert nicht.

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