Neue Vertrags-Hintertürchen
Warum nicht auch für Yakin eine Fischer-Klausel?

Die Idee, als Verband aus dem Vertrag mit Hockey-Nati-Coach Fischer nach der WM aussteigen zu können, mag schräg wirken. Doch auch für einen anderen Verband würde ein ähnlicher Mechanismus ein Problem lösen, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Nati-Trainer Patrick Fischer hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel.
Foto: Freshfocus

Für die einen ist es eine Misstrauensklausel, für die anderen das beste Sicherheitsnetz der Welt: der Zusatz im neuen Kontrakt von Hockey-Natitrainer Patrick Fischer, der es dem Verband erlaubt, den Coach trotz zwei weiteren Jahren Vertrag nach der WM in diesem Frühling loszuwerden.

Befürworter meinen: Was im ersten Moment seltsam klingt, ist in Tat und Wahrheit genial. Und könnte Nachahmer finden. Zum Beispiel beim Schweizerischen Fussballverband. Dort fährt Murat Yakin als Nati-Coach mit einem auslaufenden Vertrag im Sommer an die EM in Deutschland. Die Fussballnation fragt sich: Ist der Basler nun eine lahme Ente? Oder flattert er dem Verband in Richtung Grossklub davon, wenn er im Juni und Juli mit seinen Männern in den Viertelfinal einziehen sollte?

Mit der Fischer-Klausel im Yakin-Vertrag würden zwei Fliegen (oder Enten) mit einer Klappe geschlagen. Man würde Yakin, der als Repräsentant des Schweizer Fussballs allseits geschätzt wird, mit unserer Landesauswahl im vergangenen Herbst resultatmässig indes arg ins Schlingern geraten war, erst einmal anbinden. Und wenn die Nati zur EM nicht wieder auf Kurs kommt, könnte man noch einmal über die Bücher.

Sollten wir an der EM die in der Klausel formulierten Ziele nicht erreichen und sollte plötzlich gar ein bundesligagestählter Name wie Urs Fischer zur Verfügung stehen, es würde sich ein Kreis schliessen für alle Freunde des gepflegten Kalauers. Und der Fussballverband dürfte sich zu seiner eigenen Fischer-Klausel gratulieren.

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