Vor Serbien-Duell an der WM
Doppeladler-Verbot für die Schweizer Nati

An der WM 2018 sorgten die Doppeladler-Gesten von Shaqiri, Xhaka und Lichtsteiner für heftige Diskussionen. Anfang Dezember kommt es in Katar nun wieder zum Duell. Damit dieses nicht so ausartet, wie noch vor vier Jahren, spricht Nati-Direktor Pierluigi Tami Klartext.
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Pierluigi Tami greift durch: Er verhängt für die WM 2022 das Doppeladler-Verbot.
Foto: TOTO MARTI

Nach den Doppeladler-Gesten von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri an der WM 2018 verkam der sensationelle Sieg gegen Serbien zur Nebensache. In der Schweiz, bei der Fifa und vor allem in Serbien sorgten die Gesten für viele Diskussionen und auch Entrüstung. Am 2. Dezember treffen im Stadium 974 in Katar die beiden Mannschaften nun wieder aufeinander. Dort soll der Doppeladler kein mehr Thema sein.

Verantwortlich: Nati-Direktor Pierluigi Tami. Direkt nach der Gruppen-Auslosung am 1. April 2022 traf Tami mit der Schweizer Delegation auf Serbiens Nationaltrainer Dragan Stojković. «Er sagte uns: ‹Es ist unser aller gemeinsamer Wunsch, dass es rund um dieses Spiel nur um Fussball geht›», erzählt Tami gegenüber «CH Media».

Treffen mit den serbischen Verantwortlichen

Im Mai dieses Jahres trafen sich dann Verbandspräsident Dominique Blanc und Generalsekretär Robert Breiter mit den Amtskollegen des serbischen Fussballverbands. Im Gespräch bekräftigten die Serben, dass es auch dem serbischen Team nur um Fussball gehen soll. Unklar aber, ob sich auch Fans und Politiker daran halten werden. Wir erinnern uns: Xherdan Shaqiri wurde 2018 das ganze Spiel über von den serbischen Fans beleidigt.

Tami: «Wir wollen nicht mehr die gleichen Fehler machen. Wir sind da, um Fussball zu spielen – und nichts anderes. Wir wollen keine politischen oder religiösen Botschaften aussenden.»

Heisst dies also, dass Tami ein Doppeladler-Verbot verhängt hat? Tami: «Es soll weder Worte noch Gesten noch allgemein ein Verhalten geben, das andere Sensibilitäten provoziert. Wenn wir jubeln, dann um unsere Freude zu zeigen, das ist wichtig. Aber wir müssen dabei nicht provozieren.»

Doppeladler-Verbot gab es schon 2014

2014 gab es schon eine ähnliche Ansage von den Chefs. Granit Xhaka hatte davor ein Bild auf Instagram gestellt, auf dem seine Begleiter mit den Händen den albanischen Doppeladler formten. Kurz zuvor jubelte Xhaka im Gladbach-Dress schon mit dem Doppeladler. Genau gleich wie sein damaliger Nati-Kollege Pajtim Kasami, der im Shirt von Olympiakos Piräus ebenfalls diese Geste machte.

In einer Sitzung im Nati-Hotel wurde daraufhin das Thema angesprochen und für erledigt erklärt worden. Bis der Doppeladler 2018 wieder flatterte.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Playoffs
Gruppe D
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Tunesien
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Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Neuseeland
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Gruppe H
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Irak
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Gruppe J
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Gruppe K
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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