Vertragspoker um Nati-Trainer
Yakin lässt den Verband auflaufen

Noch im Spätherbst stand der Nati-Trainer auf der Kippe. Nun will der Verband ihn längerfristig binden. Warum Murat Yakin eine Vertragsverlängerung vorerst ausschliesst.
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Murat Yakin schliesst vorerst die Vertragsverlängerung als Nati-Trainer aus.
Foto: TOTO MARTI
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Sebastian WendelReporter Fussball

Rückblende: Im Spätherbst deutete nach diversen Aussagen von Pierluigi Tami vieles darauf hin, dass Trainer Murat Yakin nach der mühsam erreichten EM-Qualifikation in einer schwachen Gruppe seinen Posten räumen muss. So sagte der Nati-Direktor in einem Blick-Interview, Yakin habe «sein Selbstvertrauen ein wenig verloren». Das Szenario, im Sommer 2024 ohne Yakin ans Turnier in Deutschland zu reisen, bezeichnete Tami als «denkbar».

Kurz darauf wurde Yakin im Amt bestätigt. Ein klares Vertrauensbekenntnis des SFV-Zentralvorstands für den Trainer – und ein Votum gegen Tami.

Wollte der Verband bis 2026 verlängern?

Die Unruhen von damals dürfte den Verbandsfunktionären noch in den Knochen stecken. Nicht anders zu erklären ist, dass sie nun noch weiter gehen: Dem Vernehmen nach hatte Yakin kürzlich die Möglichkeit, seinen Ende EM auslaufenden Vertrag bis 2026 zu verlängern. Damit wollte der SFV neu aufkeimende Diskussionen um die Trainerzukunft verhindern. Im Vorfeld der EM und dann vor allem während des Turniers soll der Fokus nur auf dem Sportlichen liegen.

«Es war mein Wunsch, dass wir noch zuwarten»
2:01
Noch kein neuer Yakin-Vertrag:«Es war mein Wunsch, dass wir noch zuwarten»

Yakin verrät an der Kaderbekanntgabe für die Testspiele gegen Dänemark und Irland, dass grundsätzlich auch er an einer Zukunft als Nati-Trainer über die EM hinaus interessiert sei. Fügt aber an: «Mich interessiert jetzt nur unsere Performance an der EM. Alles andere können wir danach besprechen.»

Ein vor wenigen Monaten noch angezählter Trainer, der eine sofortige Vertragsverlängerung ablehnt – wie das? Der Teufel steckt im Detail: Wie Blick aus Verbandskreisen erfahren hat, sollte im neuen Vertrag eine Hürde eingebaut werden, die Yakin so gar nicht schmecken dürfte. Sprich: Beim Verpassen des EM-Viertelfinals hätte sich der SFV im Sommer ohne finanzielle Nachteile von Yakin trennen können. Erst die Qualifikation für die Runde der letzten Acht hätte den Trainer definitiv für die kommenden zwei Jahre im Amt bestätigt.

Yakin weiss um seine gute Position

Zu den möglichen Achtelfinal-Gegnern an der EM zählen Spanien, Italien, Kroatien oder England. Darf der Ausgang eines allfälligen K.o.-Duells gegen einen solchen Fussball-Giganten das Schicksal des Schweizer Natitrainers besiegeln? Ist das nicht etwas gar vermessen und vielmehr ein Zeichen von Überheblichkeit?

Fakt ist: Yakin wollte sich unter diesen Umständen nicht auf einen neuen Vertrag einlassen. Er lässt den Verband bei dessen Bemühungen um Ruhe in der Trainerdiskussion erst einmal auflaufen. Und dabei bleibts auch. Eine Vertragsverlängerung vor der EM schliesst Yakin kategorisch aus.

Er dürfte wissen: Im Falle einer Viertelfinal-Quali im Sommer wird der Verband sowieso wieder bei ihm anklopfen. Und seine Position in den Verhandlungen wäre dann stärker denn je. Weil einem Trainer, der die Schweiz in einen EM-Viertelfinal führt, viele Türen offenstehen. Siehe Vladimir Petkovic, der nach dem Viertelfinal-Coup an der EM 2021 einen vielfach besser dotierten Vertrag bei Girondins Bordeaux unterschrieb.

Auf die Frage, was er über seine Zukunft nach der EM denke, sagt Yakin entspannt: «Wenn es in der Nati weitergeht, geht es weiter. Wenn nicht, geht vielleicht eine andere Tür auf. Oder ich kann mir auch vorstellen, wieder mal eine Pause einzulegen.»

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
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1
Mexiko
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2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
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1
Kanada
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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3
Katar
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Schweiz
Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
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PT
1
Brasilien
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2
Marokko
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3
Haiti
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Schottland
Schottland
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Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
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USA
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2
Paraguay
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3
Australien
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0
0
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
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Playoffs
Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Playoffs
Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
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Frankreich
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Senegal
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
Usbekistan
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Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
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England
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Kroatien
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Panama
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Playoffs
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