«Den Hattrick-Ball schenke ich meinem Sohn»
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Steffen-Gala gegen Belarus:«Den Hattrick-Ball schenke ich meinem Sohn»

So tickt Nati-Held Steffen
«Ich weiss, dass ich kein Top-Top-Spieler bin»

Mit seinem Hattrick gegen Belarus schreibt Renato Steffen (31) Nati-Geschichte. Fünf Fakten zum Flügel-Stürmer des FC Lugano.
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Renato Steffen ist die grosse Figur beim 5:0-Sieg gegen Belarus.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Familienmensch

Steffen ist seit 2019 verheiratet mit Qendresa und Vater von zwei Kindern. Die Familie hat den früheren Lausbub und Heisssporn auf dem Platz reifen und ruhigen lassen. Den Ball vom Samstag schenkt Steffen seinem Sohn Lian (4). Dieser habe ihm vor dem Spiel noch eine Jubelpose gezeigt. «Und er ist noch etwas angefressener vom Fussball als meine kleine Tochter.»

Spätzünder

In der Jugend sieht es lange nicht danach aus, dass aus Steffen dereinst ein Fussball-Profi, geschweige denn ein Nati-Star werden würde. Bei der U16 des FC Aarau wird er als zu wenig gut befunden, worauf er zum SC Schöftland in den Amateurfussball zurückkehrt und eine Malerlehre absolviert. Doch Steffen macht doch noch seinen Weg. Mit 20 wechselt er vom Erstligisten Solothurn nach Thun, danach geht es via YB und Basel in die Bundesliga, wo er viereinhalb Jahre für Wolfsburg spielt. «Wer vom Maler zum Profi werden will, dem werden nicht Steine, sondern Felsbrocken in den Weg gestellt», sagt er wenige Monate nach seinem Nati-Debüt zu Blick.

Bescheiden

Gegen Belarus bestreitet Steffen sein 29. Länderspiel, so richtig in Fahrt scheint seine Nati-Karriere aber erst jetzt zu kommen. Sein Debüt gibt er im Herbst 2015 gegen San Marino, so richtig durchsetzen kann er sich aber nicht. Die EM 2016 und 2021 verpasst er wegen Verletzungen, für die WM 2018 in Russland verzichtet Vladimir Petkovic auf ihn. In Katar ist es dann endlich so weit: Gegen Brasilien feiert Steffen sein Debüt an einer Endrunde. Nach seinem Hattrick am Samstag sagt er: «Ich bin keiner der Top-Top-Leute in der Nati, aber ich bin zuverlässig. Man weiss, was man von mir kriegt.»

Ehrliche Haut

Steffen sagt, was er denkt, was nicht immer und überall gut ankommt. «Ich bin ein ehrlicher Typ, das verlange ich auch von meinem Gegenüber.» In Wolfsburg hat er sich in der letzten Saison mit Trainer Florian Kohfeldt überworfen, und auch in Lugano ist es schon zu Reibungen gekommen. Sein Interview im Februar im «Corriere del Ticino» sorgt für Schlagzeilen, als er sinngemäss sagt, dass er gerne ein Leader sein möchte, von einigen Mitspielern seine Art aber nicht richtig akzeptiert werde.

Erlauchter Kreis

Steffen ist der erste Nati-Spieler seit Seppe Hügi 1960, dem in einem Länderspiel ein lupenreiner Hattrick gelingt, also drei Tore in Serie innerhalb einer Halbzeit. Drei Treffer in einem Länderspiel waren zuletzt Haris Seferovic 2018 beim 5:2 gegen Belgien gelungen. Auch Xherdan Shaqiri erzielte schon eine Triplette – und das sogar zweimal, gegen Bulgarien (2011) und Honduras (WM 2014). Dies schaffte auch Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz (gegen Aserbaidschan und Färöer). Rekord-Torschütze Alex Frei erzielte hingegen nur einmal drei Tore in einem Länderspiel (gegen Luxemburg).

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
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2
Curacao
Curacao
0
0
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3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
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0
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4
Ecuador
Ecuador
0
0
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Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
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1
Niederlande
Niederlande
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2
Japan
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3
Schweden
Schweden
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0
0
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Tunesien
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Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
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Belgien
Belgien
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2
Ägypten
Ägypten
0
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3
Iran
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4
Neuseeland
Neuseeland
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Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
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1
Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
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1
Frankreich
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2
Senegal
Senegal
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Irak
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Norwegen
Norwegen
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Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Argentinien
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Algerien
Algerien
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Österreich
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4
Jordanien
Jordanien
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Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
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PT
1
Portugal
Portugal
0
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2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
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Usbekistan
Usbekistan
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Kolumbien
Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
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PT
1
England
England
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2
Kroatien
Kroatien
0
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Ghana
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Panama
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0
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Playoffs
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