Nati-Star erhält emotionalen Brief von Zuhause
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«Machst uns alle stolz»:Nati-Star erhält emotionalen Brief von Zuhause

Schickt er ihn in WM-Rente?
Für Nati-Urgestein Rodriguez gehts um viel mehr als Messi

Vor zwölf Jahren traf Ricardo Rodriguez an seiner ersten WM auf Lionel Messi. Nun kommt es zum Wiedersehen. Für den Schweizer Routinier geht es dabei nicht nur um einen historischen Erfolg mit der Nati, sondern auch um seine eigene Zukunft.
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Seit über 15 Jahren ist Ricardo Rodriguez nicht aus der Nati wegzudenken.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ricardo Rodriguez (33) glänzt trotz Arbeitslosigkeit als Stütze der Nati
  • Im WM-Viertelfinal könnte er Lionel Messi ins Nationalmannschafts-Aus schicken
  • Sein Vertrag endete am 1. Juli, Interesse aus fünf Ländern vorhanden
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Tobias WedermannFussballchef

Er ist seit Jahren einer der stillen Anführer der Nati. Kritiker haben ihn schon mehrfach abgeschrieben und trotzdem spielt Ricardo Rodriguez (33) sein siebtes Turnier in Folge als Stammspieler und Leistungsträger.

«Rici ist sehr, sehr wichtig für diese Mannschaft. Ein ganz spezieller Junge. Er strahlt immer eine Ruhe aus und liefert die Antworten auf dem Platz», sagt Captain Granit Xhaka (33). Er muss es wissen. Seit der U17-Nati und dem WM-Titel in Nigeria sind Rodriguez und Xhaka unzertrennlich. «Zusammen haben wir fast 300 Länderspiele für die Schweiz auf dem Konto. Dass wir jetzt nochmals diese Geschichte an dieser WM schreiben können, macht mich sehr stolz – wir beide wissen, wie schwer dieser Werdegang gewesen ist», so Xhaka.

Schickt Rodriguez den Weltstar in die Rente?

Zu Beginn dieses Weges, in einem Testspiel mit der Nati 2012 kommt es erstmals zum Duell mit Lionel Messi. Später, bei der ersten Weltmeisterschaft bei den Erwachsenen 2014 in Brasilien, duellierte sich Rodriguez erneut mit Messi – im Achtelfinal. Zwölf Jahre später kreuzen sich die Wege erneut – und es ist gut möglich, dass es für einen der beiden das letzte Spiel im Nationaltrikot ist.

Ricardo Rodriguez könnte Weltstar Lionel Messi (39) in die Nationalmannschafts-Rente schicken, nachdem er das Gleiche schon mit Gegenspieler und Algerien-Star Riyad Mahrez im Sechzehntelfinal gemacht hat. «Musst du dich jetzt wieder um Messi kümmern?», fragt Blick den Zürcher Verteidiger nach dem Kolumbien-Spiel. Rodriguez schmunzelt und sagt: «Muss ich das? Dann mache ich das doch.»

Es ist genau diese Ruhe und Coolness auf und neben dem Platz, mit der Rodriguez immer wieder aufs Neue beeindruckt – sogar sein engstes Umfeld. Der ältere Bruder Roberto Rodriguez (35), selbst ein ehemaliger Profifussballer, ist selbst überrascht über die gezeigten Leistungen: «Ich kenne natürlich Ricis Qualitäten, aber man wird halt nicht jünger. Ich bin schon beeindruckt, wie wenig man erkennt, dass doch wieder vier Jahre vergangen sind seit der letzten WM.»

Seit 1. Juli ist Rodriguez arbeitslos

Klar sei Bruder Ricardo nicht mehr der Schnellste auf dem Platz. Aber: «Er kann Situationen lesen und im Voraus erkennen wie kaum ein anderer. Seine fussballerische Intelligenz ist extrem – das sagen auch Mitspieler und Beobachter.»

Diesen Beobachtern will es Ricardo Rodriguez auch in der Nacht auf Sonntag zeigen. Für den 33-Jährigen geht es um noch mehr als nur um den Einzug in den WM-Halbinal oder das Duell gegen Lionel Messi. Rodriguez ist seit dem 1. Juli arbeitslos, sein Vertrag bei Betis Sevilla ist ausgelaufen.

«Man stelle sich vor, ich würde mich während der WM schwer verletzen, vielleicht will mich dann in meinem Alter gar niemand mehr ...», erzählt Ricardo vor der WM in einem Blick-Interview. Jetzt sagt auch Roberto: «Der Druck, der auf meinem kleinen Bruder lastet, ist wirklich enorm.» Da ist nicht nur der grosse Erfolgsdruck, der sowieso schon an einer WM herrscht. Es steht auch die ganze künftige Karriere auf dem Spiel. «Wenn er sich verletzen würde, könnte es das gewesen sein. Wenn er schlecht spielt, ist er weniger attraktiv. Aber wenn er gut spielt, kann das sein Leben nochmals verändern», stellt Roberto Rodriguez fest.

«Er bleibt wirklich völlig cool»

Interesse an Ricardo gibt es bereits aus Spanien, Italien, Griechenland, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sollte er auch im Viertelfinal zu den Leistungsträgern der Nati zählen, werden es sicher nicht weniger. «Die ganze Welt schaut zu», sagt Roberto, «zeigt er eine gute Leistung, kann er mit diesem Spiel viele Türen öffnen.»

Wie erwartet berichtet er allerdings auch, dass das alles seinen Bruder komplett kalt lasse. Weder das die eigene Zukunft noch das Duell mit dem Titelverteidiger und Superstar Lionel Messi bringen Ricardo Rodriguez aus der Ruhe: «Wir sprechen täglich und er bleibt wirklich völlig cool. Er freut sich auf dieses Spiel und weiss, dass es ein grosses Highlight ist, nochmals eine solches Begegnung zu erleben.»

Nach dem Achtelfinal kamen die Tränen

Auch der langjährige FCZ- und St.-Gallen-Profi glaubt, dass die Schweiz gegen Argentinien mehr als nur Aussenseiterchancen hat. «Aus meiner Sicht war das Kolumbien-Spiel viel schwieriger für die Schweiz als das gegen Argentinien. Der Druck ist auch ganz klar beim Gegner, das spielt uns in die Karten», erklärt Roberto.

Sollte die Nati tatsächlich in den Halbfinal kommen, wäre das für die ganze Familie ein berührender Moment. «Nach dem Penaltyschiessen gegen Kolumbien habe ich zuerst laut geschrien, dann kamen mir fast die Tränen», gibt Roberto zu. Er habe schliesslich nochmals eine andere Perspektive als die Fans. «Rici ist und bleibt mein kleiner Bruder. Ich weiss, wie viel Arbeit in dieser Karriere steckt und was diese Familie auf dem Weg durchgemacht hat.» Geht es nach den Gebrüder Rodriguez ist der Weg noch lange nicht zu Ende.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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