Rieder überstrahlt alle
Steht U21-Star bei Yakin schon auf dem Zettel?

Die «kleine Nati» siegt gegen Bulgariens U21 zwar glücklich, aber verdient und bleibt damit auf EM-Kurs. Ein YB-Talent spielt dabei ganz gross auf. Eine Empfehlung für grössere Taten?
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Fabian Rieder (rechts) jubelt mit Kastriot Imeri über seinen Siegtreffer gegen Bulgarien.
Foto: Urs Lindt/freshfocus
Sebastian Wendel

«Nati der Zukunft» wird die Schweizer U21 auch genannt. Selten hat das so gut gepasst wie in diesen Wochen: Mit Kastriot Imeri, Zeki Amdouni und Leonidas Stergiou stehen beim 1:0-Sieg gegen Bulgarien in der EM-Quali drei Spieler auf dem Platz, die schon Erfahrung im A-Team haben oder sehr bald haben werden.

Servette-Profi Imeri stand im vergangenen Herbst im Aufgebot von Murat Yakin und wurde von diesem im WM-Qualispiel in Italien (1:1) ins kalte Wasser geworfen. Der Eindruck, den Imeri gegen den Europameister hinterliess, war vielversprechend. Amdouni (Lausanne-Sport) und Stergiou (St. Gallen) sind nächste Woche dran: Nach dem letzten EM-Qualispiel mit der U21 am Mittwoch in Moldawien reisen sie zu den Grossen und sollen am Sonntag im Nations-League-Heimspiel gegen Portugal zum Einsatz kommen. Hintergrund: Der SFV will das Duo definitiv an die Schweiz binden, denn die Heimatländer ihrer Vorfahren sind ebenfalls heiss auf Amdouni und Stergiou.

Amdouni hat einen schweren Stand

Und wie haben sich Imeri, Amdouni und Stergiou in der «Nati der Zukunft» geschlagen? Sind sie den Vorschusslorbeeren gerecht geworden? Nun: Stergiou erlebt in Lugano gegen Bulgariens U21 einen ruhigen Abend – und gefällt immer wieder mit seinen Rushes nach vorne. Imeri ist in einer lange lahmen Schweizer Offensive noch der Beste, sein Freistoss ins Aussennetz verleitet den euphorischen Stadionspeaker dazu, die Tormusik verfrüht abzuspielen.

Amdouni hingegen hat zu beissen, ihm will nichts gelingen, immer wieder bleibt er in der massiven Bulgaren-Defensive hängen. Dass er es besser kann und vielleicht irgendwann der schmerzlich vermisste Knipser im A-Team werden könnte, hat er in der vergangenen Saison bewiesen: Zwölf Tore im ersten Jahr in der Super League, dazu im Dress von Absteiger Lausanne-Sport – stark!

YB-Rieder: Torschütze und Mittelpunkt

Der beste Spieler auf dem Platz ist indes keiner des genannten Trios. Sondern Fabian Rieder: Nicht nur, weil er das Siegtor erzielt. YB-Juwel Rieder ist in der Schweizer Drangphase vor und nach der Pause an praktisch jedem Angriff beteiligt. Und erledigt sonst enorm viel Laufarbeit. Wohl das hat Trainer Mauro Lustrinelli gemeint mit seiner Antwort auf die Frage, wie er dazu stehe, dass Rieder bei seinem Tor im Abseits stand: «Glück ist nie Zufall! Wir haben die Situation provoziert. Die Freistossvariante vor dem Treffer haben wir im Training einstudiert.»

Rieder sagte gegenüber SRF, dass er davon ausging, aus dem Offside den Ball ins Tor abgelenkt zu haben. Egal! Wer so spielt wie Rieder in der U21, der steht bestimmt schon auf dem Zettel von Murat Yakin, ein erstes Aufgebot ist nur eine Frage der Zeit. Rieders «Problem»: Im A-Team ist der Dichtestress im zentralen Mittelfeld riesig. Mit Xhaka, Freuler, Sow, Frei, Zakaria und Aebischer stehen ihm (noch) Klassespieler vor der Sonne. Was das YB-Eigengewächs nicht weiter stören dürfte, Selbstbewusstsein nämlich hat Rieder genug. Auf die Blick-Frage, ob er mitbekomme, dass er bei einigen europäischen Top-Teams auf der Liste steht, lautet seine Antwort: «Ist doch irgendwie klar.»

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
2
5
6
2
Österreich
Österreich
2
0
3
3
Algerien
Algerien
2
-2
3
4
Jordanien
Jordanien
2
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
2
3
6
2
Portugal
Portugal
2
5
4
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
2
-1
1
4
Usbekistan
Usbekistan
2
-7
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
2
2
4
2
Ghana
Ghana
2
1
4
3
Kroatien
Kroatien
2
-1
3
4
Panama
Panama
2
-2
0
K.o.-Phase
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