Patrick Foletti erklärt die Nati-Probleme mit den Standards
«Vieles ist Drecksarbeit, was wir machen»

Noch sind die Standardsituationen für die Nati an dieser WM kein Faktor. Patrick Foletti, der für die stehenden Bälle mitverantwortlich ist, erklärt, warum vieles bei diesem Thema Drecksarbeit ist und was der entscheidende Punkt ist.
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Bislang haben die Schweizer Standards an der WM noch nicht überzeugen können.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Nati ohne Torerfolg aus 19 Cornern in drei WM-Spielen
  • Nur 8 von 215 Vorrundentoren fielen nach einem Freistoss
  • 12 Prozent der Vorrundentore entstanden nach einer Standardsituation wie Corner
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

«Do or die.» Das ist der Ausdruck der Nordamerikaner, wenn es in den K.o.-Spielen um alles oder nichts geht. «Siegen oder fliegen.» Deshalb kann jedes Tor entscheidend sein, dementsprechend werden auch Standardsituationen immer wichtiger. 26 der 215 Tore in der Vorrunde und damit gut zwölf Prozent fielen im Anschluss an einen Corner. Nur acht hingegen nach einem Freistoss.

Für die Nati sind die stehenden Bälle an dieser WM in der Offensive noch kein Faktor, sieht man einmal davon ab, dass Breel Embolo gegen Katar und Granit Xhaka gegen Bosnien-Herzegowina vom Penaltypunkt getroffen haben. Torgefahr, geschweige denn Tore sind bei der Nati nach Eckbällen und Freistössen noch Fehlanzeige. Den Gegentreffer hingegen gegen Bosnien-Herzegowina (1:4) kriegte die Schweiz im Anschluss an einen Corner.

«In der Defensive haben wir unser System leicht angepasst, das hat sich bewährt», sagt Patrick Foletti (52). «Was die offensiven Standards anbetrifft, sind wir nur bedingt zufrieden», so der Goalie-Trainer der Schweizer Nati weiter. «Die Organisation stimmt, die Abläufe stimmen, aber die geschlagenen Bälle sind nicht präzise genug.»

Wichtiger Faktor in der Quali

19 Corner hat die Nati in den drei Gruppenspielen geschlagen, Profit konnte sie daraus keinen ziehen. Das war in der WM-Quali noch ganz anders. Sowohl gegen Kosovo (4:0, Tor von Akanji) als auch gegen Slowenien (3:0, Tore von Elvedi und Embolo) ebneten jeweils Treffer nach Eckbällen noch vor der Pause der Nati den Weg zum Sieg.

Foletti (Offensive) trägt zusammen mit Assistenztrainer Davide Callà (Defensive) die Verantwortung für die Standardsituationen. Doch der Tessiner relativiert. «Man darf sich davon nicht irritieren lassen. Dahinter steckt viel Teamwork.» In einem ersten Schritt würden mit den Videoanalysten rund 1000 Videoclips angeschaut, wobei man versuche, bei einem Gegner Muster zu erkennen. «Vieles ist Drecksarbeit, was wir da machen», so Foletti.

Dann wird diskutiert, wie man sich gegen den nächsten Gegner bei Standards offensiv und defensiv verhalten will. Diese Strategien werden mit rund einem Dutzend Videos unterlegt und Cheftrainer Murat Yakin vorgeschlagen. «Er segnet es dann ab oder ergänzt es.» Gerade gegen Algerien muss die Nati auf der Hut sein. Das Team von Vladimir Petkovic schoss beim entscheidenden 2:1-Sieg gegen Jordanien in der Gruppenphase beide Tore im Anschluss an einen Corner.

Entscheidend ist, die Wichtigkeit zu erkennen

Zu unterschätzen ist das Ganze nicht. Mit den inzwischen fünf möglichen Wechseln ist die Aufgabenverteilung während einer Partie unübersichtlicher und komplexer geworden. «Wichtig ist die Kommunikation», so Foletti. Für den langjährigen Goalietrainer gibt es bei den Standards aber vor allem einen entscheidenden Punkt: «Wir haben die Spieler darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Standardsituationen sind. Und diese Wichtigkeit haben sie inzwischen auch im Training verinnerlicht.»

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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