In der Karriere von Johan Manzambi geht es derzeit steil aufwärts: Der 20-jährige Genfer hat beim SC Freiburg soeben seine erste vollständige Saison als Profi abgeschlossen, dabei den Europa-League-Final erreicht und nun auch das Nati-Aufgebot für die WM in Nordamerika erhalten.
«Es war eine unglaubliche Saison. Ich bin sehr stolz auf mich, meine Teamkollegen und den Staff bei Freiburg. Alle haben mir sehr geholfen», lautet sein Saisonfazit, das er im Rahmen der Pressekonferenz im Nati-Vorbereitungscamp abgibt. Beim Bundesligisten scheint er sich also wohlzufühlen, weshalb er sich gleich noch an die Anhängerschaft der Breisgauer richtet: «Die Freiburg-Fans müssen keine Angst haben. Noch bin ich ein Spieler von ihnen.»
Als gut aufgehoben bezeichnet er sich auch in der Nati: «Ich bin bei jedem Aufgebot glücklich, meine Teamkollegen wiederzusehen. Es sind daraus auch Freundschaften entstanden.» Dass es nun auch für die WM reicht, sei unglaublich. «Das ist ein Traum seit Kindertagen. Es ist das grösste Turnier der Welt.»
Halt in der Religion
An diesem sieht er seine Rolle vor allem als diejenige des Jokers: «Wir haben eine sehr gute Gruppe mit sehr viel Qualität. Wenn ich eingewechselt werde, werde ich bereit sein.» Auf welcher Position spielt er am liebsten? Dazu will er sich nicht festlegen: «Ich selbst habe keine Lieblingsposition. Das hängt davon ab, wo der Trainer mich will. Ich vertraue ihm, er hat in der WM-Quali einen guten Job gemacht.»
Von Rückschlägen wie den beiden Roten Karten bei Freiburg will sich Manzambi nicht beirren lassen: «Eine Karriere verläuft nie geradlinig, damit muss man als Fussballer vorbereitet umgehen.» Halt findet er dann jeweils in der Religion: «Ich bete viel, auch, wenn ich auf den Platz gehe. Und wenn ich Zeit habe, gehe ich gerne in die Kirche.» Hoffentlich verleiht ihm die Hilfe von oben auch bei seiner WM-Premiere in Nordamerika Flügel.
Die Pressekonferenz mit Johan Manzambi gibts hier im Ticker zum Nachlesen: