Mit einem positiven Gefühl reist die Nati heute Freitag nach Kopenhagen zum ersten Länderspiel im EM-Jahr am Samstag gegen Dänemark. «Ich bin zuversichtlich», sagt Nati-Trainer Murat Yakin. «Die Qualität in den Trainings war gut, die Stimmung in der Mannschaft stimmt.»
Die Integration der neuen Spieler klappte gut, zudem ist der Einfluss des neuen Assistenten Giorgio Contini spürbar. «Auch wenn wir zehn Jahre nicht mehr zusammengearbeitet haben, hat es vom ersten Tag an wieder sehr gut funktioniert», so Yakin. «Wir schätzen und respektieren uns. Man sieht seine Präsenz. Er ist eine grosse Unterstützung für mich.» Der Fokus im Training lag auf den verschiedenen Spielphasen. Defensiv, offensiv, Umschaltspiel und Standardsituationen.
Nach dem schwierigen Herbst beginnt nach ein paar meist sonnigen, aber windigen Tagen im Süden Spaniens für die Nati quasi eine neue Zeitrechnung. Auch wenn Yakin an der Pressekonferenz noch einmal kurz auf die schwierige EM-Quali eingeht, scheint diese weit weg. «Wir hatten genügend Zeit für Analysen und unsere Lehren gezogen.» Dass nun wieder Gegner auf die Nati warten, die mehr mitspielen, komme ihm und dem Team gelegen. Bei 70 oder 80 Prozent Ballbesitz sei es schwieriger, in der Defensive konzentriert zu bleiben. «Man ist viel konzentrierter und wacher, wenn man versucht, das eigene Tor zu schützen.»
Was die Taktik für die Partie in Dänemark angeht, will sich Yakin nicht in die Karten blicken lassen, auch wenn er im Vorfeld angetönt hatte, womöglich auf eine Dreierkette zu setzen. «Das System ist nicht festgemeisselt.» Die Spieler seien es sich aus den Klubs gewohnt, variabel zu sein, Schliesslich hänge das System auch immer von der Spielweise des Gegners ab. Auch zur Aufstellung verrät er nichts. Diese will er erst nach dem Abschlusstraining festlegen.
Nicht mit dabei wird Ulisses Garcia sein. Der Marseille-Verteidiger trainierte wegen Adduktorenproblemen schon während der ganzen Woche reduziert. Yakin verzichtet aber auf eine Nachnominierung eines weiteren Spielers. In den beiden Spielen will der Nati-Coach möglichst vielen Spielern Einsatzmöglichkeiten gewähren. «Wir freuen uns auf einen guten Gegner und ein tolles Publikum.» Das Resultat sei für ihn zweitrangig. «Aber klar wollen wir um den Sieg spielen, um Selbstvertrauen zu holen.» (fin)