«Keine Frage – jetzt werden wir Weltmeister»
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Schweizer Fans im Hoch:«Keine Frage – jetzt werden wir Weltmeister»

Nati trifft auf Messi
Jetzt wartet ein Gigant des Weltfussballs

Im ersten WM-Viertelfinal seit 1954 trifft die Nati in der Nacht auf Sonntag in Kansas City auf Argentinien. Der Titelverteidiger steht vor allem dank eines herausragenden Lionel Messi in den Viertelfinals.
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Lionel Messi hat Argentinien praktisch im Alleingang in die Viertelfinals geschossen.
Foto: Getty Images
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die Nati hat ihr Ziel erreicht und Geschichte geschrieben. Doch das Turnier in Nordamerika, die erfolgreichste WM der SFV-Historie, soll am nächsten Sonntagmorgen Schweizer Zeit in Kansas City (USA) noch nicht zu Ende gehen. Dort wartet auf die Nati die neben Frankreich grösstmögliche Hürde: Titelverteidiger Argentinien mit Superstar Lionel Messi (39), mit acht Toren der Leader der WM-Torschützenliste. Aber Achtung! Der dreifache Weltmeister hat zwar fast, aber eben nicht nur Messi:

Lionel Messi

Bereits vor knapp vier Jahren hat sich Messi unsterblich gemacht. Im Stadion von Lusail in Katar führte er die Albiceleste zum dritten WM-Titel, in einem atemberaubenden Final, in dem er zwei und der Franzose Kylian Mbappé drei Tore schoss. Der achtfache Weltfussballer des Jahres hat damit seiner unglaublichen Karriere die Krone aufgesetzt, spätestens seit dem 18. Dezember 2022 wird er in einem Atemzug mit Diego Armando Maradona genannt, der Argentinien 1986 praktisch im Alleingang zum WM-Titel führte. Diese WM ist für Messi eigentlich nur Zugabe, was ihn besonders gefährlich macht. Er hat in jedem Spiel getroffen und mittlerweile 21 WM-Treffer erzielt.

Messis Adjutanten

Wer denkt, Argentinien sei nur Messi, der hat sich getäuscht. Julian Alvarez (Atletico), Lautaro Martinez (Inter), Enzo Fernandez (Chelsea), Lisandro Martinez (Manchester United) oder Alexis Mac Allister (Liverpool) spielen alle bei europäischen Top-Klubs. Auch sie wissen, wie man Titel gewinnt, waren sie doch bereits 2022 dabei. Und im Tor steht noch immer der Held des Finals von 2022, Emiliano Martinez. Der 33-Jährige hat mit Aston Villa die Europa League gewonnen, ist an diesem Turnier bislang aber noch nicht über alle Zweifel erhaben. Trotzdem gehört er noch immer zu den Besten der Welt.

Der Trainer

Lionel Scaloni (48) schaffte, was seinen Vorgängern nicht gelungen war. Ihm gelang es, ein Team um Lionel Messi zu formen, das den WM-Titel gewinnen kann. Und dank zwei Titeln bei der Copa America ist Scaloni der erfolgreichste Trainer der argentinischen Verbandsgeschichte. Trotzdem fliegt er gerade in Europa etwas unter dem Radar, was wohl auch damit zusammenhängt, dass ihm die Aura eines César Luis Menotti oder Carlos Bilardo, seinen Vorgängern als Weltmeister, fehlt. Scaloni wurde dank seiner bescheidenen Art und seiner engen Beziehung zu den Spielern schnell eine beliebte Persönlichkeit im Team. Nachdem er während der WM 2018 als Assistent von Jorge Sampaoli tätig war, gab ihm der Verband die Chance, ein paar Länderspiele zu coachen, ehe sie ihn als Cheftrainer definitiv bestätigten. Scalonis Familie lebt auf Mallorca. Als Spieler nahm er an der WM 2006 in Deutschland teil.

Bisherige WM-Duelle

Die Nati traf zweimal an einer WM-Endrunde auf Argentinien. 1966 verlor die Nati das dritte und letzte Gruppenspiel gegen die Albiceleste in Sheffield 0:2. Wesentlich dramatischer verlief das zweite Duell 2014 im Achtelfinal der WM in Brasilien. In São Paulo lieferte die Nati eines ihrer besten WM-Spiele der Geschichte ab und scheiterte erst in der Verlängerung nach einem Gegentreffer durch Angel Di Maria nach Vorlage von Messi. Besonders bitter: Sekunden vor Schluss trifft Blerim Dzemaili aus vier Metern mit dem Kopf nur den Pfosten.

Der bisherige Weg

Der Titelverteidiger hatte an diesem Turnier bislang mehr zu leiden, als ihm lieb ist. Nach einer souveränen Vorrunde mit drei Siegen gegen Algerien (3:0), Österreich (2:0) und Jordanien (3:1) biss sich die Albiceleste bereits gegen den krassen Underdog Kap Verde die Zähne aus und zwang den WM-Debütanten erst in der Verlängerung in die Knie. Und gegen Ägypten standen Messi und Co. sogar am Rande des Ausscheidens, lagen sie doch bis zur 78. Minute 0:2 zurück. Doch mit drei Toren in der Schlussphase zog Argentinien noch einmal den Kopf aus der Schlinge.

WM-Historie

Geht es nach der Anzahl WM-Titel, ist Argentinien hinter Brasilien (5) sowie Deutschland und Italien (je 4) die Nummer 4, zudem stand die Albiceleste in drei weiteren WM-Finals (1930, 1990 und 2014). Jeder der drei Titel hat seine eigene Geschichte. 1978 gewann das damals von einer Militärdiktatur regierte Land die Heim-WM dank eines 3:1-Sieges nach Verlängerung im Final gegen die Niederlande. Allerdings steht der 6:0-Sieg gegen Peru in der Zwischenrunde bis heute im Verdacht, dass die Militärjunta ihre Finger im Spiel hatte, da Argentinien das Spiel mit mindestens vier Toren Differenz gewinnen musste. 1986 in Mexiko war die WM von Diego Maradona, kaum ein anderer Spieler drückte einer Endrunde so stark den Stempel auf wie der 2020 verstorbene «El pibe de oro». 2022 war dann Messis Krönung.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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