Nach dem Kriegsausbruch in Israel hat die Uefa das EM-Quali-Spiel der Schweizer Nati, das eigentlich am Donnerstag in Tel Aviv hätte stattfinden sollen, abgesagt. Nun gibt es viele Fragezeichen rund um den weiteren Verlauf der Qualifkationsphase in der «Schweizer» Gruppe I. Aufgrund des engen Terminkalenders und der gegenwärtigen Situation ist noch völlig offen ob und falls ja wann das Spiel nachgeholt werden kann.
An der eigens anberaumten Medienkonferenz rund um die Absage des Israel-Spiels sagt SFV-Generalsekretär Robert Breiter, dass man aktuell noch nichts über den Fortlauf der Qualifikationsphase wisse. Für die Schweiz sei aber genau wie für die Uefa klar: «Wir bevorzugen eine sportliche Lösung auf dem Rasen und wollen die EM-Quali richtig zu Ende spielen.»
Ob dieser Wunsch aber auch umsetzbar ist, das wisse aktuell aber niemand. Doch das Sportliche rücke aktuell ohnehin in den Hintergrund, sagt Breiter. Der SFV habe «vollstes Verständnis» und übe sich nun in Geduld und Flexibilität.
Seit Ausbruch der Gewalt ist der SFV in stetem Austausch mit dem Fedpol und dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gestanden. Ohnehin ist der Draht zum EDA sehr eng. Ohne eine ausdrückliche Reiseempfehlung des Bundes, sei es ausgeschlossen, dass die Nati-Delegation im November – dem wohl einzig möglichen Nachholtermin – nach Israel reist. «Wir halten uns an die Reiseempfehlungen des EDA», macht Breiter deutlich.
Besammlung am Mittwoch
Was klar ist: Die Nati besammelt sich nun statt wie ursprünglich geplant heute Montag erst am Mittwoch, u.a. auch, weil die Logistik nichts anderes zulässt. Nach einem öffentlichen Training auf dem GC-Campus gehts direkt weiter nach St. Gallen, wo am Sonntag die nächste Quali-Partie gegen Belarus (18.00 Uhr) ansteht.