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«Klar ungenügend»:Nati-Direktor Tami mit Platz im EM-Quartier unzufrieden

«Klar ungenügend»
Nati-Boss Tami motzt über Rasen im Schweizer EM-Camp

Nati-Direktor Pierluigi Tami steht wenige Tage vor EM-Start nochmals Rede und Antwort. An der Pressekonferenz kritisiert er die schlechte Rasenqualität in Stuttgart.
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Nati-Direktor Pierluigi Tami ist mit den Bedingungen im Schweizer EM-Quartier nicht restlos zufrieden.
Foto: Toto Marti

Nati-Direktor Pierluigi Tami nimmt nach dem öffentlichen Training vor 3800 Zuschauern kein Blatt vor den Mund: «Wir sind nicht zufrieden mit dem Platz. Ja, wir sind enttäuscht.» Nach zwei nahezu perfekten Wochen in St. Gallen, wo trotz des miesen Wetters und des vielen Regens die Trainingsplätze in einem Top-Zustand waren, entspricht die Rasenqualität im Waldau-Stadion ganz und gar nicht den Vorstellungen des SFV.

Als Blick vor drei Wochen dem Base-Camp der Nati in Stuttgart einen Besuch abstattete, türmten sich im Waldau-Stadion die Erdhaufen auf dem Platz. «Alles kein Problem», hiess es damals vonseiten des Platzwarts. Doch weit gefehlt. Laut der Uefa habe es – nicht nur in Stuttgart – Probleme mit dem Rollrasen gegeben, was dem Verband über das Wochenende mitgeteilt worden ist.

Offenbar gibt es dort, wo die verschiedenen Rasenbahnen aufeinandertreffen, Unebenheiten. Zudem wurde mit Farbe nachgeholfen, damit die braunen Flecken nicht sichtbar sind. «Auf einem solchen Platz können wir nicht trainieren», sagt Tami. «Das macht uns wütend.» Immerhin: Für die Spieler besteht kein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Suche nach Alternativen

Der SFV schaut sich nun nach Alternativen um – zusammen mit der Uefa, die für die Qualität der Unterkünfte und der Infrastruktur verantwortlich ist. «Die Uefa hat sich entschuldigt und uns versprochen, dass sie alles machen werde, um das Problem zu lösen», so Tami.

Fragt sich nur, wo? Das Trainingsgelände des VfB Stuttgart befindet sich auf der anderen Seite der Stadt beim Neckarstadion. Stau im dichten Verkehr der Innenstadt wäre vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass im Neckarstadion EM-Spiele stattfinden und die Umgebung rund um das Stadion abgesperrt ist.

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Bliebe nur ein Ausweichen in die Agglomeration der schwäbischen Metropole. Ob in Kürze ein Rasen gefunden werden kann, der die nötige Qualität hat, und der Platz auch die Sicherheitsbedingungen erfüllt, ist aber mehr als fraglich. Hinzu kommt, dass sich der SFV unter anderem für das Quartier in Stuttgart entschieden hat wegen der kurzen Wege zwischen Teamhotel und Trainingsplatz.

Nicht zum ersten Mal Ärger mit dem Rasen

Nicht zum ersten Mal sorgt die Rasenqualität im Trainingscamp im Schweizer Camp für Unruhe. Als die Nati sich im letzten Herbst im Wallis auf zwei Quali-Spiele vorbereitete, war die Rasenqualität nicht annähernd so, wie es sich die Nati-Stars aus ihren Klubs gewohnt sind. Mit ein Grund, warum Granit Xhaka nach dem 2:2 im Kosovo zu einer Pauschalkritik an Verband und Trainer-Staff ansetzte. Und an der Frauen-EM vor zwei Jahren in England musste die Nati den Trainingsplatz aus Qualitätsgründen wechseln – und trainierte anstatt in Leeds in Huddersfield.

Die Zeit drängt für die Nati. Bereits am Samstag startet sie in Köln gegen Ungarn ins Turnier. Er hoffe nicht, dass nun während der ganzen Spiel-Vorbereitung der Rasen das Thema sei, so Tami. Er hoffe, dass sich das Ganze noch zum Guten wende. «Wenn wir ein besseres Terrain finden, dann wechseln wir. Ansonsten bleiben wir hier.»

Die PK mit Pierluigi Tami zum Nachlesen:

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