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Nati-Coach tritt als Nebenkläger auf
Warum hat der Hells Angel Murat Yakins Uhren?

Im Prozess um das ehemalige Hells-Angels-Mitglied Ertan Y. fällt vor Gericht auch der Name von Murat Yakin. Der Nati-Trainer tritt im Zusammenhang mit Uhrenverkäufen als Nebenkläger auf.
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Nati-Coach Murat Yakin kommt im Prozess um den Hells Angel Ertan Y. über seinen Anwalt als Nebenkläger vor.
Foto: Toto Marti

Ex-Hells-Angels-Mitglied Ertan Y.* (36) steht seit Montag vor dem Basler Strafgericht. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass er an einem grossen internationalen Anlagebetrug beteiligt gewesen sei. Unter anderem soll er auch durch Urkundenfälschung an Geld gekommen sein.

Ende März tauchte in der Anklageschrift der Name von Nati-Stürmer Breel Embolo auf, der beim Basler mit türkischen Wurzeln gefälschte Covid-Zertifikate gekauft haben soll. Generell soll Ertan Y. Kontakt zu diversen Personen in der Fussballszene haben, darunter auch mit Ragip Xhaka, dem Vater der Fussball-Brüder Granit und Taulant. Beim Prozess nennt er nun noch einen weiteren Namen: «Herr Yakin».

Der Name fällt, als es um die Gegenstände geht, die bei der Verhaftung von Ertan Y. beschlagnahmt wurden. So wurden diverse Luxusuhren sowie Bargeld – 15'000 Franken bei ihm persönlich und weitere 320'000 Franken in einem Tresor bei seiner Mutter, wo er festgenommen wurde – gefunden.

Yakin als Nebenkläger involviert

Wie der Beschuldigte aussagt, sei dies legales Geld, das aus Uhrenverkäufen stamme. Die Kunden: Breel Embolo und «Herr Yakin». Letzterer soll ihn bei seiner Arbeit auch unterstützt haben, weshalb ein Teil des Geldes ihm gehöre.

Dabei muss es sich um Nati-Trainer Murat Yakin handeln. Der Anwalt des Nati-Trainers tritt am Montagmorgen als Nebenkläger auf. Er verlangt die Rückgabe von Uhren, die beim Angeklagten beschlagnahmt worden sind, jedoch seinem Mandanten gehören sollen. Nach Blick-Informationen hat Yakin die Uhren 2020 an Ertan Y. übergeben, damit dieser sie verkaufen kann.

Gegenüber Blick will sich Yakin auf Anfrage beim Schweizerischen Fussballverband nicht äussern, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Über seine Beziehung zum Angeklagten Ertan Y. und dem Selfie, das er mit ihm gemacht (siehe Foto) hat, liess Yakin gegenüber der «Schweiz am Wochenende» Ende April verlauten: «Diese Person ist mir aus früherer Zeit bekannt, das Bild stammt aus dem Jahr 2020.» Er habe damals aktiv den Kontakt zu Spielern und Trainern gesucht, so sei dieses Bild entstanden.

Ertan Y. ist vor dem Strafgericht Basel-Stadt angeklagt wegen Anlagebetrug, Geldwäscherei in Millionenhöhe, Leasingbetrug, illegalem Geldspiel, gefälschter Covid-Zertifikate, verschiedener Vorgänge im Untersuchungsgefängnis, Vergewaltigung und sexueller Handlungen mit Kindern. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess soll zwölf Tage dauern, das Urteil wird am 30.Mai erwartet.

* Name geändert 

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