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Nati-Trainer Murat Yakin vermisst Captain:«Wäre sicher ein Spiel für Granit gewesen»

Yakin trotz Langeweile-Kick zufrieden
«Für die Fans war es nicht so einfach»

Für Nati-Coach Murat Yakin war die Nullnummer in Oslo gegen Norwegen ein «guter Test». Anders als gegen Deutschland (3:4) überzeugt dieses Mal die Abwehr, während die Offensive Luft nach oben hat.
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Nati-Stars hadern mit Platz:«Bin kein Fan von Ausreden, aber …»

Lange werden diese 90 Minuten von Oslo nicht in Erinnerung bleiben. Ein schlechter Rasen, viele technische Fehler, kaum Torchancen. Die logische Folge: keine Tore. «Für die Fans war es vielleicht nicht so einfach, aber man konnte nicht erwarten, dass wir nach dem Spektakel vom Freitag hierhin kommen und den Gegner aus dem Stadion schiessen», sagt Murat Yakin (51). Der Nati-Coach ist trotz der Nullnummer zufrieden. «Wir haben in der Defensive auf die Partie am Freitag eine gute Reaktion gezeigt. Und offensiv haben wir es probiert, aber die fehlende Präzision war sicher auch dem Rasen geschuldet.»

Der Grund für den langweiligen Kick ist aber nicht nur das schlechte Geläuf im Ullevaal-Stadion, sondern auch, dass sich die beiden Teams gut zwei Monate vor dem WM-Start nicht wehtun wollen und kein Risiko eingehen. Yakin verzichtet deshalb in der Startaufstellung auf Captain Granit Xhaka; auch Noah Okafor wird nicht eingesetzt – eine Vorsichtsmassnahme.

Im Gegensatz zum 3:4 gegen Deutschland wechselt der Nati-Coach auf vier Positionen und stellt sein System auf eine Dreierkette um. Und diese bewährt sich – zumindest eine Halbzeit lang. Die Nati hält den norwegischen Super-Angriff, der in der WM-Quali 37 Tore geschossen hat, in Schach: Die Norweger weisen nach 45 Minuten keinen Torschuss aus.

Foto: imago/Bildbyran

Wie lau das norwegische Sturm-Lüftchen ist, zeigt die Tatsache, dass sich in der Viertelstunde vor der Pause drei Tauben minutenlang im Fünfmeterraum von Yvon Mvogo ungestört aufhalten können, ohne dass sie von Haaland und Co. bedrängt werden. Die Dreierkette mit Denis Zakaria auf der rechten Seite funktioniert. Nachdem Zak bereits am Freitag eine Halbzeit lang als Aussenverteidiger getestet worden ist, bringt Yakin diesmal den Monaco-Captain in der Dreierkette auf der halbrechten Seite. Und dieser deutet an, dass er diese Position durchaus spielen kann, falls die Nati im Lauf der WM-Kampagne in Nordamerika einmal auf ihr Erfolgssystem der EM 2024 zurückgreifen sollte.

Nati-Defensive gerät kurzzeitig ins Wanken

Erst Yakins Wechsel-Orgie in der Pause, als er sieben Neue bringt, führt dazu, dass die Nati-Defensive kurzzeitig ins Wanken gerät. Doch Yvon Mvogo hält dicht, auch weil die Kopfbälle von Sörloth (68.) und Strand Larsen (84.) über das Tor fliegen. Wie immer ist auf den Lorient-Keeper Verlass, er ist sehr präsent und bleibt ohne Fehl und Tadel. Im zwölften Länderspiel kassiert Mvogo zum sechsten Mal kein Gegentor und darf als Belohnung in der Schlussphase auch noch die Captainbinde tragen.

Wesentlich weniger gute Noten holt sich die Offensive ab. Nur kurz vor der Pause zeigt sie ein paar gute Ansätze, als Fabian Rieder und Dan Ndoye innerhalb weniger Sekunden die beiden besten Schweizer Chancen des Spiels vergeben. Und nach der Pause, als das Spiel aufgrund der vielen Wechsel wilder wird, verpassen es die Schweizer, ein, zwei Situationen besser auszuspielen. Yakin kann damit aber leben: «Es war ein guter Test.»

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Rubén Vargas zielt vor der Pause zu hoch – Torgefahr strahlen die Schweizer in Oslo nicht aus.
Foto: Toto Marti
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