Ausgerüstet mit einer dicken Winterjacke betritt Murat Yakin (52) am Montagabend den Rasen des Hampden Park. Eineinhalb Stunden später als ursprünglich geplant. Immerhin kann der Nati-Coach trotz gesundheitlichen Beschwerden das Abschlusstraining mit seiner Mannschaft wie gewohnt durchführen.
Die Medienkonferenz eine gute Stunde zuvor hatte Yakin noch auslassen müssen. «In der Landephase hatte er die bekannten Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich. Das hat zur Folge, dass er Einschränkungen des Gehörs und einen Widerhall beim Sprechen hat», erklärt SFV-Medienchef Adrian Arnold. «Wir hoffen, dass sich diese Beschwerden, wie in der Vergangenheit auch, in den kommenden Stunden wieder legen.»
Aufgrund eines Gewichtsproblems hatte die Nati auf der Reise von Skopje nach Glasgow in Zürich zwischenlanden müssen. «Es gab Unstimmigkeiten bei der Gewichtsberechnung seitens der Airline», so Arnold. Weil in Nordmazedonien nicht mit genügend Kerosin gestartet werden konnte, musste ein Tankstopp eingelegt werden. Der ungeplante Aufenthalt sorgt am Ende für eine um drei Stunden verspätete Ankunft in Schottland. Und dafür, dass anstelle von Yakin sein Assistenztrainer Davide Callà (41) Auskunft zur Personalsituation geben muss.
«Sehr viele neue Erkenntnisse dazugewonnen»
«Wir haben sehr viele neue Erkenntnisse dazugewonnen», sagt er mit Blick zurück auf den 3:0-Startsieg gegen Nordmazedonien. Aufgrund der Leistung und des Resultats würde es wenig Grund geben, Veränderungen in der Startelf vorzunehmen. «Aber wir müssen auch gut planen, was die Belastungssteuerung betrifft. Deshalb werden wir noch final entscheiden, ob es doch zum einen oder anderen Wechsel kommt», sagt Callà.
Am Dienstagabend (20.45 Uhr) rechnet er mit einem «robusten Gegner», der mit viel Leidenschaft ans Werk gehe. «Sie haben gerade im Mittelfeld sehr viel Qualität. Das haben sie im ersten Spiel gegen Slowenien vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt», findet Callà, der die Schotten als nominell stärksten Konkurrenten um den Aufstieg in die Liga A ausmacht. «Dieses Spiel in diesem Stadion ist auch für uns ein Highlight. Wir werden niemanden motivieren müssen.»
Kein Wunder, bei 50'000 Fans heissblütigen schottischen Fans, die im Hampden Park erwartet werden.