Luxusproblem für Yakin
Kobel-Backup Mvogo ist mehr als nur eine Nummer 2

Yvon Mvogo ist einer der Gewinner beim 4:1-Sieg im Testspiel gegen Jordanien. Der Freiburger stellt einmal mehr unter Beweis, dass auf ihn Verlass ist – wie immer in der Nati.
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Yvon Mvogo blieb gegen Jordanien einmal mehr in der Nati ohne Gegentor.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Granit Xhaka weiss, bei wem er sich zu bedanken hat. Als sich die Nati-Spieler beim 4:1 im WM-Test gegen Jordanien am Sonntag während der ersten Halbzeit an der Seitenlinie zu einer Trinkpause versammeln, umarmt der Captain seinen Torhüter Yvon Mvogo (31). Dieser hat kurz zuvor Xhakas Fehler ausgebügelt, als nach dessen Rückpass Al-Tamari alleine vor dem Nati-Keeper auftaucht, Mvogo den Abschluss mit dem Unterschenkel aber glänzend pariert.

Nach dem Seitenwechsel kassiert die Nati zwar doch noch ein Gegentor, dann steht aber bereits Marvin Keller zwischen den Pfosten, der gleich seinen ersten Schuss auf den Kasten im Nati-Dress passieren lassen muss. Mvogo hingegen bleibt ohne Gegentor – zum wiederholten Mal in der Nati. Bei seinen 13 Einsätzen für die Schweiz behält Mvogo sieben Mal eine weisse Weste.

Auf Yvon Mvogo ist in der Nati Verlass – und zwar seit Jahren. Der gläubige Freiburger ist da, wenn es ihn braucht, wie am Sonntag, als der noch von einer Grippe geschwächte Gregor Kobel geschont wird. «Wir kennen Yvons Qualitäten, er ist ein grossartiger Torhüter», sagt Verteidiger Denis Zakaria nach dem Spiel gegenüber RTS. «Wir sind froh, dass wir ihn haben, denn er könnte auch Stammgoalie sein.»

Yakins Luxusproblem

Während andere WM-Teilnehmer froh wären, einen Keeper von der Klasse Mvogos zu haben, und die Goalie-Position wie bei Deutschland vor und während des Turniers Anlass zu Diskussionen geben könnte, hat Murat Yakin ein Luxusproblem. «Auch auf dieser Position haben wir Optionen», frohlockte der Nati-Trainer bereits im Frühjahr nach dem 0:0 in Oslo gegen Norwegen, nachdem Mvogo eine überzeugende Leistung abgeliefert hatte.

Trotz tadelloser Leistungen kennt Mvogo aber seine Rolle und weiss, dass er hinten anstehen muss. Denn an Kobel, der nach der EM 2024 in die Fussstapfen von Yann Sommer getreten ist, gibt es für den Lorient-Keeper kein Vorbeikommen. Gerade deshalb ist aber die Wichtigkeit des Romands nicht zu unterschätzen. Innerhalb des Teams geniesst er hohes Ansehen. Und er ist allzeit bereit, wenn es ihn braucht. Vielleicht schon an der WM.

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