Kommentar zur Goalie-Hierarchie
Das gefährliche Spiel der Nati

Die Kritik von Philipp Degen an SFV-Goalietrainer Patrick Foletti ist nachvollziehbar. An der EM in Deutschland muss der Beste spielen, schreibt Fussballchef Christian Finkbeiner.
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Blick-Fussballchef Christian Finkbeiner.
Foto: Thomas Meier
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der Ärger von Philipp Degen ist verständlich. Dass sich Nati-Trainer Murat Yakin und sein Staff bereits ein halbes Jahr vor der EM in Deutschland auf ihre Nummer 1 festlegen, ist heikel. In keinem anderen Berufsfeld ist das Leistungsprinzip so stark ausgeprägt wie im Sport. Was gestern war, zählt heute nicht mehr viel.

Das Leistungsprinzip gilt insbesondere für die Nati, in der die aktuell Besten des Landes spielen müssen. Gregor Kobels Berater Degen ist nicht der Erste, der die zu grosse Nähe von SFV-Goalie-Trainer Patrick Foletti zu Yann Sommer kritisiert. Auch Roman Bürki oder Marwin Hitz, für die es an Sommer nie ein Vorbeikommen gab, verschafften ihrem Ärger in der Vergangenheit öffentlich Luft.

Gründe, weiter auf Sommer zu setzen, gibt es durchaus. Bei Inter bricht er mit dem Serie-A-Leader Rekord um Rekord. Seine Auftritte in der Nati waren fast immer tadellos, vor allem an Endrunden. Zuletzt schwächelte aber auch Sommer – wie die ganze Nati. In der verkorksten Quali war praktisch jeder Schuss ein Treffer. Auch Gregor Kobel hat ein paar starke Argumente zu liefern. Seit Monaten hält er beim BVB herausragend.

Der Fussball ist schnelllebig, in den fünf Monaten bis zur EM kann viel passieren. Darum ist die Goalie-Strategie der Nati ein gefährliches Spiel. Auf Sommer und Kobel warten in den nächsten Monaten mit ihren Klubs in Liga und Champions League grosse Aufgaben. Und auch die Nati absolviert noch einige Testspiele, bis es am 15. Juni in Köln gegen Ungarn ernst gilt. Dann muss der Beste spielen. Unabhängig seiner Verdienste – und vor allem: unabhängig seiner Beziehungen innerhalb des Verbandes. 

Noch näher dran an der Schweizer Nati

Füge jetzt die Fussball-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen. 

WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
2
5
6
2
Österreich
Österreich
2
0
3
3
Algerien
Algerien
2
-2
3
4
Jordanien
Jordanien
2
-3
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
0:0
3
3
7
2
Portugal
Portugal
0:0
3
5
5
3
Usbekistan
Usbekistan
1:0
3
-6
3
4
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0:1
3
-2
1
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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