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Xhaka bei Interview angesäuert:«Ich stehe lieber auf dem Platz»

Zum Kosovo-Spiel der Nati
Danke Xhaka! Danke Shaqiri!

2016 entschieden sich Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri für die Nati und gegen den Kosovo. Keine selbstverständliche Wahl, meint der stv. Blick-Sportchef Andreas Böni.
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Andreas Böni
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Andreas Böni, stv. Chefredaktor Sport der Blick-Gruppe.
Foto: Thomas Meier

Es ist ein Gänsehaut-Moment im Letzigrund: Als vor dem Freundschaftsspiel die beiden Nationalhymnen abgespielt werden, haben viele Doppelbürger und Secondos Tränen in den Augen.

Es geht auch Captain Granit Xhaka und seinem Stellvertreter Xherdan Shaqiri nahe. Xhaka macht ausgerechnet gegen das Land seines Vaters sein 100. Länderspiel. Shaqiri hat nun schon deren 102. Darum ist dieser denkwürdige Abend im Zeichen der Freundschaft auch eine Gelegenheit, Danke zu sagen.

Denn 2016 hätten die beiden für grosse Schlagzeilen sorgen können. Nachdem der Kosovo offiziell als Fifa-Mitglied akzeptiert worden war, gab es eine Zeitspanne, in der sie die Nation hätten wechseln können. Dies wurde in jener Zeit kaum thematisiert, weil es der SFV und die Fifa nicht offensiv kommunizierten. Aber die Spieler mussten eine Entscheidung treffen.

Die beiden blieben und spielten die EM in Frankreich für die Nati. Natürlich: Die Schweiz bietet eine ungleich attraktivere sportliche Plattform. Trotzdem war es eine bewusste Entscheidung für unser Land.

Deswegen darf die Schweiz stolz sein, von zwei Schweiz-Kosovaren als Captains angeführt zu werden. Weil sie für eine moderne Gesellschaft stehen, in der Rassismus keinen Platz hat. Weil sie mehr als bewiesen haben, wie sehr sie sich mit ihrem Land identifizieren – ohne die Wurzeln zu vergessen.

Gerade heute, wo sich Europa immer mehr durchmischt, sich solidarisch im Kampf gegen den Krieg zeigt, muss man andere und ihre Geschichte respektieren.

In dem Sinne: Danke, Xhaka, danke, Shaq! Auf viele erfolgreiche weitere Jahre.

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Yakin über Xhakas Ausraster:«Bin froh, dass Granit so einen Charakter hat»
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Kleiner Nati-Fan weiss Bescheid:Darum spielen die Schweiz und Kosovo 1:1
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