Kaum Stars und neuer Coach
Auf die Nati wartet Krisen-Team mit vielen Fragezeichen

Schweden galt als härtester Konkurrent im Kampf um das WM-Ticket. Doch die Skandinavier erlebten einen monumentalen Absturz. Am Samstag treten sie unter dem neuen Trainer Graham Potter ersatzgeschwächt an, weshalb es für die Nati ein Duell mit vielen Unbekannten wird.
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Graham Potter soll Schweden aus der Krise und an die WM 2026 führen.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der schwedische Fussball befindet sich in der grössten Krise seit den Achtzigerjahren. Den Skandinaviern droht, dass sie nach der WM 2022 und der EM 2024 die dritte Endrunde in Folge verpassen – trotz Top-Stars wie Alexander Isak oder Viktor Gyökeres.

Letzterer fehlt am Samstag gegen die Nati – und auch Isak kommt aus einer Verletzung zurück und wird nicht von Beginn an spielen. Zudem fällt Captain Victor Lindelöf kurzfristig aus. All das erschwert den Start von Coach Graham Potter (50), der nach der dritten Quali-Pleite in Folge auf den ungeliebten Jon Dahl Tomasson folgte. Auch Lucas Bergvall und Dejan Kulusveski (beide Tottenham) sowie Hugo Larsson fehlen.

Auch deshalb wird das Spiel für die Nati zu einem Duell mit vielen Unbekannten. «Potter kennt den schwedischen Fussball, seine DNA. Diese wird er wieder einbringen», ist Murat Yakin überzeugt. Heisst: Schweden dürfte wesentlich defensiver auftreten als vor einem Monat beim 0:2 in Stockholm.

Kaum Optimismus trotz neuem Trainer

Dass mit dem Trainerwechsel alles besser kommt, glauben in Schweden aber nur wenige. «Die Spieler sind dieselben», lautet der Tenor. Immerhin: Die Stimmung während des Vorbereitungscamps in Marbella sei wesentlich besser gewesen. Und: Potter geniesst in Schweden einen sehr guten Ruf.

Denn bevor er sich in der Premier League einen Namen schuf, schrieb er mit Östersund ein kleines Fussball-Märchen. Mit dem Klub schaffte er den Durchmarsch von der vierten bis in die höchste Liga, holte den Cup und qualifizierte sich sogar für die K.o.-Phase der Europa League.

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