«Hört auf, mich zu provozieren!»
3:17
Xhaka spricht Klartext:«Hört auf, mich zu provozieren!»

Irritierend, aber auch ehrlich
Xhakas Aussagen auf dem Prüfstand

Nach dem 3:0 im EM-Qualispiel gegen Andorra nimmt Nati-Captain Granit Xhaka Stellung.
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Granit Xhaka provoziert bei seinem Torjubel gegen Andorra die Kritiker.
Foto: Getty Images
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Sebastian WendelReporter Fussball

Ein Tor, eine Vorlage: Nach dem Wirbel der letzten Tage hat Granit Xhaka gegen Andorra gezeigt, warum er sportlich so wichtig ist für die Nati. Nach dem 3:0 gegen die Pyrenäen-Kicker nimmt der Captain Stellung. Und spricht über ...

... die Leistung der Nati beim 3:0 gegen Andorra:

«Wir haben einmal mehr die Antwort auf dem Platz gezeigt. Die erste Halbzeit war weniger schlecht, als es aussah. Die Kommunikation in der Offensive hat ein wenig gefehlt. Nach der Pause wars eine sehr gute Leistung, mit mehr Tempo. Und dann kamen auch die Tore. Drei Tore, drei Punkte: Dieser Sieg war ein Muss. Wir wollten gegen Kosovo und Andorra sechs Punkte holen, jetzt sinds vier geworden. Trotzdem: Wir können zufrieden sein, sind weiterhin Leader in der Gruppe.»

Blick meint: Gegen Defensivbollwerke wie jenes von Andorra zu glänzen, ist einfacher gesagt als getan. Trotzdem war es eine ungenügende erste Halbzeit der Nati, die Reaktion nach dem Seitenwechsel aber stark.  

... seinen Torjubel mit dem Finger auf den Lippen:

«Wer mich kennt, weiss: Ich provoziere gerne. Und wenn ich provoziert werde, provoziere ich zurück. Und ich gebe die Antwort immer auf dem Platz. Lob gibt es ab und zu, aber nie so viel wie Kritik. Ich bin gespannt, wie ihr von den Medien mich jetzt bewertet.»

Blick meint: Etwas irritierende Aussagen. Die Welle losgetreten hat Xhaka mit seiner Trainingskritik aus dem Nichts. Dass er danach im Gegenwind steht, damit muss er leben – und kann er auch. Sportlich hat er mit einem Assist und einem Tor gegen Andorra geliefert, während sich bei weniger stabilen Charakteren der Wirbel negativ auf die Leistung übertragen hätte. 

Nati-Captain Xhaka erhöht auf 2:0
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Gegen Andorra:Nati-Captain Xhaka erhöht auf 2:0

... den Wirbel der letzten Tage:

«Ich habe es genossen. Mir ist egal, wer von links oder rechts etwas sagt. Wir Spieler sind Profis genug, um das Gerede auszublenden. Bei meiner Kritik nach dem Kosovo-Spiel habe ich keine Namen genannt. Es war auch als Weckruf an uns Spieler gemeint. Mein Fehler war, dass ich meine Meinung zur Trainingsintensität nicht früher intern angesprochen habe. Als Captain hätte ich mich da unter der Woche schon bemerkbar machen müssen. Im Abschlusstraining vor dem Andorra-Spiel war die Intensität so, wie ich mir das vorstelle.»

Blick meint: Erfrischend ehrlich! Xhaka geniesst es, wenn er im Mittelpunkt steht. Egal ob positiv oder negativ: Hauptsache es dreht sich um ihn. Ja, er hat bei seiner Kritik keine Namen genannt, aber gesagt, seine Worte richten sich an alle. Und da ist der Trainer dabei. Die Einsicht, dass er Trainingskritik besser intern hätte deponieren sollen, nehmen wir ihm einfach mal so ab...  

«Ich glaube, wir haben uns das selber eingebrockt»
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Yakin über Xhaka-Verhältnis:«Ich glaube, wir haben uns das selber eingebrockt»

... die Aussprache mit Murat Yakin:

«Es war ein sehr gutes Gespräch. Wir haben mit offenen Karten geredet, sehr positiv. Darüber bin ich froh. Wir haben ein gutes Verhältnis. Murat war auch ein Spieler, der Klartext geredet hat – da sind wir uns ähnlich. Er kennt mich und weiss mit mir umzugehen. Meine Worte waren auch nicht gegen ihn persönlich gemeint. Und es wurde mehr daraus gemacht, als es wirklich war. Für mich ist die Sache jetzt abgehakt.»

Blick meint: Ja, mit Xhaka und Yakin sind in der Nati zwei Alphatiere aufeinandergetroffen. Dass es da mal knallt, muss nicht schlimm sein. Solange die Hierarchie, dass der Trainer oberhalb des Captains steht, eingehalten wird. Dass Xhaka auf gute Miene macht, ist klar. Dass Yakin nicht härter durchgreift, wie er es in seiner Trainerkarriere schon gemacht hat, ist wohl auch der Macht Xhakas im Team und im Verband geschuldet. 

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
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Mexiko
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Südafrika
Südafrika
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Südkorea
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
Katar
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Schweiz
Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
Brasilien
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Marokko
Marokko
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Haiti
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Schottland
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Gruppe D
Mannschaft
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USA
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Paraguay
Paraguay
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Australien
Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Ägypten
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Kap Verde
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Demokratische Republik Kongo
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