«Höre nichts, wenn ich spiele»
Glückliches Nati-Juwel Manzambi reagiert auf Fan-Song

Die Nati feiert gegen Slowenien den dritten Sieg im dritten Nations-League-Spiel. Johan Manzambi, Remo Freuler und Gregor Kobel erklären nach Abpfiff ihre Sicht auf die Partie in Luzern.
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Johan Manzambi

«Es ist zum Glück alles noch okay, auch mein Knie zum Glück. Wir wussten, dass sie hart spielen werden, wir waren vorbereitet. Ich habe keine Gedanken an mein Knie, ich weiss, dass es gesund ist. Ich bin glücklich, dass der Trainer mir vertraut. Ich hoffe, ich werde weiter gut spielen», erklärt der Spieler, der im Spiel gegen Slowenien die meisten Zweikämpfe geführt hat und teils hart gefoult wurde, gegenüber SRF.

«Ich habe es leider nicht gehört, wenn ich spiele, höre ich nichts. Vielleicht werde ich im nächsten Spiel aber zuhören», meint er, als er auf das Lied «Manzambi Ballon d'Or», das im Fanblock gesungen wurde, angesprochen wird.

Johan Manzambi verzückt die Schweizer Fans in Luzern.
Foto: Toto Marti

Remo Freuler

«Ich habe einfach versucht, den Ball aufs Tor zu bringen, was nicht ganz gelungen ist. Darum kann ich mir das Tor wirklich nicht zuschreiben», witzelt Remo Freuler, der vor dem Eigentor als letzter Schweizer am Ball ist.

«Die Reaktion auf das 0:1 war super, das zeigt auch den Charakter des Teams. Aber wir müssen auch bescheiden sein und zugeben, dass wir nicht unser bestes Spiel, nicht unser volles Potenzial gezeigt haben. Wir haben die Gegenangriffe nicht gut genug unterbunden, das müssen wir gegen Nordmazedonien besser machen. Wichtig ist aber, dass wir trotzdem drei Punkte geholt haben», fährt er im Interview bei SRF weiter.

Remo Freuler (l.) reiht sich am Samstagabend nicht unter die Torschützen ein, provoziert aber das slowenische Eigentor.
Foto: Toto Marti

Gregor Kobel

«Sie haben schnell in die Tiefe gespielt, viel gekontert. Ein, zwei Mal haben sie uns erwischt. Im Allgemeinen hat man heute den Faktor Energie etwas gemerkt. Es war das dritte Spiel in kurzer Zeit. Trotzdem: Solche Spiele wirst du immer haben aufgrund des Pensums, das gehört dazu. Wir haben es aber sehr gut gemacht, zwei Tore geschossen und das Spiel gewonnen», sagt Gregro Kobel bei SRF.

«Wenn du hoch verteidigst, musst sehr viel Druck auf dem Ball haben, denn sobald der Gegner Zeit hat, um die Bälle hinter die Abwehr reinzulegen, wird der Abstand zwischen der Abwehrkette und mir sehr gross. Diese Räume haben sie immer wieder gefunden. Das hiess für uns viel Rückwärts-Verteidigen, das ist nie schön. Aber nichts desto trotz war es eine gute Performance», erklärt er zu den Problemen in der Defensivarbeit.

Gregor Kobel ist nicht ganz zufrieden, freut sich aber über den Sieg.
Foto: Toto Marti

Murat Yakin

«Es war eine zähe Partie. Wir haben bei der Analyse gesehen, dass es hart wird. Je länger die Partie dauerte und je schlechter der Boden wurde, umso zäher wurde es. Aber es war eine super Reaktion nach dem frühen Rückstand. Wir haben die erste Aktion bei uns und im Gegenstoss können wir die Linie nicht halten. Es ging schnell und sie spielten es clever. Sie wussten, dass wir hoch stehen und mit solchen Mitteln gefährlich werden können, und nutzten das eiskalt.»

«Die Erwartungen sind gross nach zwei fast perfekten Spielen. Heute war das erste Pflichtspiel seit Langem zu Hause vor eigenem Publikum. Dann erwartet man natürlich, dass wir noch einmal nachdoppeln.»

«Wir haben schon zwei, drei Spieler, die wir auch schützen müssen. Spieler wollen natürlich immer spielen, aber es liegt an uns, dass wir in den nächsten zwei Tagen gut arbeiten.»

Murat Yakin lobt Slowenien.
Foto: Toto Marti
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