Frust-Interview von Ex-Nati-Coach
Petkovic ist sauer auf den SFV

Sieben Jahre lang hat Vladimir Petkovic (58) die Schweizer Nationalmannschaft gecoacht. Nun rechnet er mit seinen Kritikern ab.
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Offen und ehrlich. Vladimir Petkovic blickt auf seine Zeit als Nati-Trainer zurück.
Foto: TOTO MARTI
Südkoreaner erlöst Petkovic

Auf das Frust-Interview folgt der Befreiungsschlag in der Ligue 1! Vladimir Petkovic bejubelt den ersten Sieg als Trainer von Girondins Bordeaux. Lang hats gedauert! Am 30. Juli wird der ehemalige Nati-Coach beim sechsfachen französischen Meister vorgestellt. 50 Tage später darf der 58-Jährige nach Schlusspfiff erstmals voller Freude die Arme in die Höhe strecken. Der Südkoreaner Ui-jo Hwang schiesst Bordeaux mit einem Doppelpack beim Kellerduell in Saint-Étienne zum 2:1-Erfolg. Und weg vom letzten Platz.

Auf das Frust-Interview folgt der Befreiungsschlag in der Ligue 1! Vladimir Petkovic bejubelt den ersten Sieg als Trainer von Girondins Bordeaux. Lang hats gedauert! Am 30. Juli wird der ehemalige Nati-Coach beim sechsfachen französischen Meister vorgestellt. 50 Tage später darf der 58-Jährige nach Schlusspfiff erstmals voller Freude die Arme in die Höhe strecken. Der Südkoreaner Ui-jo Hwang schiesst Bordeaux mit einem Doppelpack beim Kellerduell in Saint-Étienne zum 2:1-Erfolg. Und weg vom letzten Platz.

Die Bilder, sie sind noch immer präsent. Wie Fabian Schär und Manuel Akanji im Elferschiessen erst an Spanien-Keeper Unai Simon scheitern und Ruben Vargas wenig später vorbei schiesst. Ein bitteres EM-Aus. Dennoch hat die Schweiz mit Trainer Vladimir Petkovic diesen Sommer das beste Turnier der Nati-Geschichte gespielt.

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Seither sind zweieinhalb Monate vergangen. Petkovic steht mittlerweile in Frankreich bei Bordeaux an der Seitenlinie. Mit ein bisschen Abstand blickt er im Interview mit «CH Media» auf seine Zeit bei der Nati zurück.

Offen und ehrlich rechnet Petkovic darin mit seinen Kritikern ab. Wechselgedanken zum Beispiel seien eigentlich seit seinem Antritt bei der Nati 2014 da gewesen, sagt der 58-Jährige. Petkovic: «Weil sieben Jahre lang darüber diskutiert wurde, ob es nicht Zeit wäre, den Nationaltrainer zu wechseln. Ich war immer im Mittelpunkt der Polemik.»

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Negative Stimmen im Gremium

Er sei auch innerhalb des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) enttäuscht worden, auch das habe zu seinem Abgang beigetragen. «Zugegebenermassen gab es tief in mir drin schon die eine oder andere Sache, die mich belastet hat», sagt Petkovic. Nach dem 0:3 an der EM gegen Italien in Rom zum Beispiel. Er habe damals mitbekommen, «dass in unserem Gremium einige negative Stimmen aufkamen. Sie haben schon ein Fragezeichen gesetzt, ob ich noch der Richtige bin. Das konnte ich – nach sieben Jahren als Nationaltrainer – schwer akzeptieren.»

Konkret habe es nach dem 0:3 schon Sitzungen in Bern gegeben, um zu diskutieren, was mit der Nationalmannschaft passieren würde. «Aber das war nicht der Zeitpunkt für solche Diskussionen. Es war das zweite Spiel im Turnier, alles war noch möglich. Das habe ich nicht verstanden», so der 58-Jährige.

Die Rolle der Medien

Auch die Medien hätten ihren Teil dazu beigetragen, meint Petkovic weiter. «Vieles war manipuliert. Oft – zu oft! – stand nicht die Nationalmannschaft im Mittelpunkt. Ich dachte, es geht um das Land, um etwas Nationales, ein Gemeinschaftsgefühl. Aber das war nicht so. Es ist häufig nur um eine einzige Person gegangen – um mich», sagt jener Mann, der 78 Spiele mit der Schweizer Nationalmannschaft bestritten hat.

Einige Sachen wolle und dürfe er nicht offen ansprechen. «Aber ich bin froh, habe ich diese Stürme ausgehalten und bin am Ende als Sieger rausgekommen», so Petkovic. (mam)

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