Darum gehts
- Breel Embolo erhielt im WM-Viertelfinal gegen Argentinien Gelb-Rot
- Regel «Mistaken Identity» führte zum umstrittenen Platzverweis
- Embolo trauert vor allem der verpassten Halbfinal-Chance nach
Die Gelb-Rote Karte gegen Breel Embolo (29) im WM-Viertelfinal gegen Argentinien ist wohl die prägendste Szene aus Schweizer Sicht beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Die Regel «Mistaken Identity» kam zum Tragen, wodurch nicht Leandro Paredes für ein auf dem Platz gepfiffenes Foul, sondern Embolo für eine Schwalbe Gelb sah. Weil es seine zweite Karte war, wurde er wenige Minuten nach dem 1:1-Ausgleich der Schweiz vom Platz gestellt.
Anlässlich seines Wechsels zu Atlanta United hat sich der 29-Jährige jetzt erstmals zu diesem bitteren Moment geäussert. «Es tat wahnsinnig weh. Natürlich waren wir sauer, da wir gewusst haben, dass wir das Spiel hätten gewinnen können oder zumindest gute Chancen dazu gehabt hätten, wenn wir mit elf Spielern hätten weiterspielen können», zitiert ihn die «New York Times». Es habe ihn und das Team «schwer getroffen». Dass der Schiedsrichter so entschieden hat, sei aber halt «Teil des Sports», so Embolo nun mit ein paar Wochen Abstand.
Verpasste Chance schmerzt am meisten
Dass die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) wenige Tage nach dem WM-Final eingeräumt haben, dass die Regel der «Mistaken Identity» ursprünglich nicht für solche Situationen wie bei Embolo angedacht gewesen war, sondern nur für Verwechslungen mit demselben Vergehen, ändere nichts, sagt der Stürmer: «Wir haben verloren.»
Das Härteste sei nämlich nicht der Platzverweis an sich gewesen, sondern: «Wenn du weisst, wie schwer es ist, dahin zu kommen, in diese Situation und ein solches Team zu kreieren, ist es hart, das zu akzeptieren.» Man wisse, dass eine solche Chance erst in vier Jahren wieder kommt – wenn überhaupt. «Das ist am schwersten zu akzeptieren. Nicht, ob es eine Rote Karte war oder nicht.»
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