Darum gehts
- Breel Embolo äussert sich erstmals zur WM-Rotkarte gegen Argentinien
- Insta-Statement ohne Entschuldigung oder Erklärung für seinen Betrugsversuch
- Nati verlor das Viertelfinale 1:3, Embolos Platzverweis als Schlüsselszene
Anderthalb Wochen hat es gedauert, bis sich Breel Embolo (29) zu seinem Platzverweis im WM-Viertelfinal gegen Argentinien öffentlich geäussert hat. Herausgekommen ist… ja, was eigentlich?
Embolo erklärt in einem Instagram-Statement, wie die 1:3-Niederlage gegen den späteren Finalisten schmerzt und dass er hofft, die Nation stolz gemacht zu haben. Dann ein Dank an Betreuer, Teamkollegen und das Land, gefolgt von einem Allgemeinplatz: «Diese Niederlage schmerzt, aber sie wird uns nicht definieren.»
Etwas fehlt. Entschuldigung, Reue? Ja, vielleicht. Mindestens aber eine Erklärung. Embolo hat einen der dümmsten Platzverweise der Fussballgeschichte eingefangen, in einem der grössten Spiele der Geschichte der Nati. Mit einer Gelben Karte auf dem Kerbholz an der Mittellinie den sterbenden Schwan zu mimen und dafür vom Platz zu fliegen – das bleibt auch mit fast zwei Wochen Abstand ein starkes Stück.
Er hat schliesslich nicht einen Penalty verschossen, sondern ist mit einem Betrugsversuch gescheitert. Das Thema in einem sorgfältig vorbereiteten schriftlichen Statement einfach wegzulassen, zeugt von wenig Selbstreflexion. Gerade bei einem Führungsspieler, wie es Embolo längst ist.
Es geht nicht darum, in Wunden herumzubohren. Wir werden nie erfahren, wie die Partie mit elf gegen elf zu Ende gegangen wäre. Klar ist: Embolos Rote Karte war eine Schlüsselszene. Das hier war wieder eine. Eine Chance, Grösse zu zeigen. Die hat er verpasst. Schade.
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