Erneuter Wirbel um Embolo
Rückkehrer, Missetäter, Hoffnungsträger

Die Vergangenheit holt Breel Embolo erneut ein. Im Februar 2021 soll er während der Corona-Pandemie gefakte Test-Zertifikate besorgt haben. Im April plant er nach langer Pause sein Comeback bei Monaco, für die Nati ist er für die EM der grosse Hoffnungsträger.
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Breel Embolo im vergangenen Juni bei seinem Gerichtstermin.
Foto: STEFAN BOHRER

Die neueste Episode in Embolos Ärger-Akte kommt in jenem Moment an die Öffentlichkeit, als dieser vor dem Comeback bei Monaco steht. Und in der Nati herrscht eine Sturmflaute. Der Basler Stürmer ist mehr denn je der Schweizer Hoffnungsträger für die EM. «Wir brauchen einen fitten Breel. Er ist unverzichtbar», sagt Murat Yakin.

Der Nati-Coach hat Embolo in Monaco vor Wochen besucht – und ihm dabei auch nahegelegt, die Verletzungspause zu nutzen, um sein Umfeld zu überdenken und Privates zu regeln. «Es geht darum, dass in seinem Privatleben mehr Ruhe einkehrt, damit er sich voll und ganz auf den Fussball konzentrieren kann», so Yakin Mitte März. Er kennt Embolo schon lange, 2014 hatte er ihm als FCB-Trainer zu seinem Debüt in der 1. Mannschaft verholfen.

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Immer wieder holt ihn die Vergangenheit ein

Embolo sorgt immer wieder für Schlagzeilen – auch neben dem Platz. Am 30. März 2017 wird er von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen à 1000 Franken verurteilt. Der Hauptgrund: Verletzung der Verkehrsregeln. Wegen ähnlicher Vergehen wird 2019 die Probezeit um ein Jahr verlängert. Im Juni 2023 wird Embolo wegen eines Vorfalls im Mai 2018 in Basel wegen mehrfacher Drohung vor dem Basler Strafgericht schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen à 3000 Franken verurteilt.

Für viel Aufruhr sorgt ein Vorfall im Januar 2021. Am Baldeneysee in Essen soll Embolo Teil einer Partygemeinschaft gewesen sein, die gegen die Corona-Auflagen verstossen hat. Laut der Polizei habe Embolo dabei die Flucht über ein Dach ergriffen, um in eine angrenzende Wohnung zu gelangen. Die Version des Nati-Stars: Er habe bei einem Kumpel Basketball geschaut. Von seinem Klub Gladbach wird Embolo gebüsst.

Und nun holt ihn erneut die Vergangenheit ein: Laut der am Mittwoch öffentlich gewordenen Anklageschrift, in die der Blick Einsicht hat, taucht auch Embolos Name auf. Er soll drei Wochen nach dem Party-Vorfall in Essen vom Angeklagten zwei gefakte PCR-Test-Zertifikate zwecks Reisetätigkeit organisiert haben. Embolo selbst ist nicht angeklagt, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Das Comeback naht

Vom Embolo gibt es aber auch positive News. Nach seinem Kreuzbandriss steht er bei Monaco kurz vor dem Comeback. Nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining hofft er auf erste Teileinsätze im April. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in diesen Tagen sagt Embolo: «In den letzten sieben Spielen in der Meisterschaft geht es darum, ein gutes Gefühl zu holen, wenn möglich ein paar Tore zu schiessen. Das ist in meinem Kopf drin.»

Die Nati braucht ihn mehr denn je. Das haben die Tests gegen Dänemark (0:0) und Irland (1:0) aufgezeigt. Die EM ist das grosse Ziel des in Kamerun geborenen Baslers. Mit der Nati hat er viel vor, wie er gegenüber Keystone-SDA sagt. «Allzu viele Chancen werden nicht mehr kommen. Vielleicht ist es sogar die letzte der aktuellen Generation.» Spätestens in Deutschland will Embolo wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen.

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